Vergessen, verdrängt, dem Zufall überlassen
+++ Strukturelle Probleme verfestigen die Notlage +++ 350 Katzen bringen Pflegestellen fast zum Platzen +++ Tierschützer:innen tun was sie können +++ Ohne die Freiwilligen keine Hoffnung +++ Futterversorgung akut gefährdet +++
„Wir haben mehrere hundert Katzen auf der Straße – zusätzlich zu denen, die wir schon versorgen.“ – Alexine, Tierschützerin des unterstützenden deutschen Vereins Fellnasen e.V.
In Varna, Bulgarien, gibt es Orte, an denen man kaum zwei Schritte gehen kann, ohne einer Katze zu begegnen - zwischen Wohnblocks, auf Hinterhöfen, an Müllplätzen. Sie leben dort ohne Schutz, ohne Versorgung und ohne Perspektive. Viele von ihnen sind unkastriert, krank, verletzt und hungrig. Und während jeden Tag neue Tiere dazukommen, scheint das System sie längst aufgegeben zu haben.
Jetzt, mit Beginn der warmen Monate, kippt die Situation erneut: Trächtige Katzen, frisch geborene Würfe und mutterlose Kitten tauchen täglich auf - eine regelrechte Kittenflut. Jedes einzelne Leben ist abhängig davon, ob rechtzeitig Hilfe kommt. Doch es gibt keine flächendeckende Hilfe, keine verlässlichen Strukturen und kein System, das greift. Stattdessen wird an manchen Orten sogar aktiv versucht, die Katzen verschwinden zu lassen, um sie aus dem Stadtbild zu vertreiben.
Gegen all das stemmt sich eine Gruppe freiwilliger Tierschützer:innen, die rund 350 Tiere auf privaten Pflegestellen und mehrere Hundert weitere auf den Straßen versorgen. Sie füttern, retten, behandeln und kastrieren. Doch ihre Kräfte und Mittel sind längst erschöpft. „Bei Katzen passiert eigentlich nichts – da kümmert sich einfach niemand“, unterstreicht Alexine.
Und genau jetzt, in der Kittensaison, wird die einzige Grundlage zum Problem: Futter. Es reicht nicht mehr, denn die Lager sind leer.
Bitte hilf mit einer Futterspende, um die Versorgung der notleidenden Katzen von Varna zu sichern – jeder Napf rettet Leben!
Dauermisere produziert immer mehr Tiere in Not
Seit Jahren ist die Not der Katzen in Varna wie zementiert. Während Hunde von öffentlichen Maßnahmen profitieren können, bleiben Katzen unberücksichtigt. Sie leben in kleinen Kolonien, vermehren sich unkontrolliert und bleiben bei Krankheit oder Verletzung oft sich selbst überlassen. „Es sind überall kleine Gruppen von Katzen, die sich zusammentun, und die sind in der Regel alle unkastriert.“ So kommen immer wieder neue Tiere nach, deren traurige Geschichte vorgezeichnet ist: Sie erleiden Infektionskrankheiten, werden im Straßenverkehr verletzt, erfahren Gewalt und sind den meisten Menschen egal: „Wenn eine Katze verletzt ist, wird sie oft einfach liegen gelassen.“ Besonders erschütternd sind gezielte Vergiftungen, vor allem in touristischen Gegenden. Um ein „sauberes“ Stadtbild zu schaffen, werden Katzen systematisch entfernt – mit tödlichen Konsequenzen.
Hunderte Katzen brauchen Hilfe
Das Tierschutz-Netzwerk von Varna ist mit seinen Ressourcen längst am Limit: Neben 350 Katzen auf Pflegestellen versorgt es täglich mehrere hundert Streuner auf den Straßen. Die aktuelle Flut von Kitten und geschwächten Muttertieren macht den Tierschützer:innen besonders große Sorgen. „Wir kommen im Moment einfach nicht voran – egal, wie sehr wir uns bemühen.“ Trotz unermüdlichem Einsatz scheint jeder Fortschritt sofort wieder aufgeholt zu werden. Neue Tiere kommen nach, während die Ressourcen schwinden und die Spenden zurückgehen: „Die letzten Monate waren wirklich schlimm – es kommt kaum Geld rein und kaum Futterspenden.“ Die Folge ist ein Zustand permanenter Überlastung – finanziell, organisatorisch und emotional. Aber Aufgeben ist keine Option.
Arbeit unter Hochdruck und mit einfachsten Mitteln
Der Tierschutz für Katzen ist hier nur dem privaten Engagement von Menschen zu verdanken, die das Leid der Tiere nicht tatenlos hinnehmen wollen: „Das sind alles Ehrenamtliche – die machen das neben ihrem normalen Leben und geben alles für die Tiere.“ Die Pflegestationen sind nicht groß, aber liebevoll geführt. Hier werden vor allem die schwächsten Tiere aufgenommen. „Wir nehmen vor allem kranke, verletzte und trächtige Katzen auf – anders schaffen wir es einfach nicht.“ Gleichzeitig ziehen die Tierschützer:innen Kitten auf, versorgen Futterstellen, organisieren Transporte und koordinieren Notfälle. Entscheidungen werden oft unter Zeitdruck getroffen und vieles muss improvisiert werden. Und trotzdem ist das, was sie leisten, oft die einzige Chance für diese Tiere.
Statt Support aktive Gegenwehr
Für die Versorgung der Katzen müssen die Helfer:innen vollständig selbst aufkommen – alles ist privat oder über Spenden finanziert. Öffentliche Mittel für Kastrationen sind zwar vorgesehen, aber: „Unterstützung von der Gemeinde gibt es eigentlich nicht – eher das Gegenteil, wir werden teilweise boykottiert“, klagt Alexine. Und so erreichen den Katzenschutz so gut wie keine öffentlichen Gelder. Auch die Haltung der Bevölkerung zeigt ein gemischtes Bild: Neben engagierten Unterstützer:innen gibt es nach wie vor Ablehnung, immer wieder Beschwerden – und in einigen Fällen aktive Vertreibung und Bekämpfung der Tiere. „Wir hatten Fälle, wo Gift ausgelegt wurde, damit die Katzen verschwinden.“
Ohne den privaten Tierschutz wäre alles ohne Hoffnung
Das Netzwerk von Tierschützer:innen übernimmt eine Rolle, die eigentlich öffentlich getragen werden müsste: Es schafft ein komplettes Hilfesystem für Katzen – von der Fütterung über die medizinische Versorgung bis hin zur Vermittlung. Doch dieser Tierschutz ist persönlich, direkt und verletzlich. Pflegestellen sind keine anonymen Einrichtungen – sie sind Teil des Lebens der Helfer:innen. Und die Grenzen sind längst erreicht: „Sobald ein Transport geht und Plätze frei werden, sind die sofort wieder voll.“ Aber trotz aller Einschränkungen und Probleme bleibt der Wille zum Weitermachen ungebrochen. „Wir können einfach nicht wegsehen, wenn wir eine verletzte Katze oder Kitten finden“, unterstreicht Alexine. Genau dieser Einsatz hält das System überhaupt noch am Leben.
Eine dringende Bitte an dich
In Varna entscheidet sich jeden Tag neu, ob Hilfe möglich ist. Die Zahl der Katzen ist hoch, die Not wächst – und die Ressourcen werden weniger. Besonders das Futter ist zur kritischen Grenze geworden. „Wir bezahlen alles selbst – Futter, Tierarzt, Kastrationen. Das ist einfach eine enorme Belastung.“ Ohne regelmäßige Futterspenden bricht die Grundlage dieser Hilfe weg. Und mit ihr die Chance für hunderte Katzen, den nächsten Tag zu erleben.
Bitte trage mit deiner Futterspende dazu bei, dass die 350 Katzen der Pflegestellen sowie Hunderte mehr auf den Straßen von Varna satt werden, um den nächsten Tag zu erleben.
+++ Strukturelle Probleme verfestigen die Notlage +++ 350 Katzen bringen Pflegestellen fast zum Platzen +++ Tierschützer:innen tun was sie können +++ Ohne die Freiwilligen keine Hoffnung +++ Futterversorgung akut gefährdet +++
„Wir haben mehrere hundert Katzen auf der Straße – zusätzlich zu denen, die wir schon versorgen.“ – Alexine, Tierschützerin des unterstützenden deutschen Vereins Fellnasen e.V.
In Varna, Bulgarien, gibt es Orte, an denen man kaum zwei Schritte gehen kann, ohne einer Katze zu begegnen - zwischen Wohnblocks, auf Hinterhöfen, an Müllplätzen. Sie leben dort ohne Schutz, ohne Versorgung und ohne Perspektive. Viele von ihnen sind unkastriert, krank, verletzt und hungrig. Und während jeden Tag neue Tiere dazukommen, scheint das System sie längst aufgegeben zu haben.
Jetzt, mit Beginn der warmen Monate, kippt die Situation erneut: Trächtige Katzen, frisch geborene Würfe und mutterlose Kitten tauchen täglich auf - eine regelrechte Kittenflut. Jedes einzelne Leben ist abhängig davon, ob rechtzeitig Hilfe kommt. Doch es gibt keine flächendeckende Hilfe, keine verlässlichen Strukturen und kein System, das greift. Stattdessen wird an manchen Orten sogar aktiv versucht, die Katzen verschwinden zu lassen, um sie aus dem Stadtbild zu vertreiben.
Gegen all das stemmt sich eine Gruppe freiwilliger Tierschützer:innen, die rund 350 Tiere auf privaten Pflegestellen und mehrere Hundert weitere auf den Straßen versorgen. Sie füttern, retten, behandeln und kastrieren. Doch ihre Kräfte und Mittel sind längst erschöpft. „Bei Katzen passiert eigentlich nichts – da kümmert sich einfach niemand“, unterstreicht Alexine.
Und genau jetzt, in der Kittensaison, wird die einzige Grundlage zum Problem: Futter. Es reicht nicht mehr, denn die Lager sind leer.
Bitte hilf mit einer Futterspende, um die Versorgung der notleidenden Katzen von Varna zu sichern – jeder Napf rettet Leben!
Dauermisere produziert immer mehr Tiere in Not
Seit Jahren ist die Not der Katzen in Varna wie zementiert. Während Hunde von öffentlichen Maßnahmen profitieren können, bleiben Katzen unberücksichtigt. Sie leben in kleinen Kolonien, vermehren sich unkontrolliert und bleiben bei Krankheit oder Verletzung oft sich selbst überlassen. „Es sind überall kleine Gruppen von Katzen, die sich zusammentun, und die sind in der Regel alle unkastriert.“ So kommen immer wieder neue Tiere nach, deren traurige Geschichte vorgezeichnet ist: Sie erleiden Infektionskrankheiten, werden im Straßenverkehr verletzt, erfahren Gewalt und sind den meisten Menschen egal: „Wenn eine Katze verletzt ist, wird sie oft einfach liegen gelassen.“ Besonders erschütternd sind gezielte Vergiftungen, vor allem in touristischen Gegenden. Um ein „sauberes“ Stadtbild zu schaffen, werden Katzen systematisch entfernt – mit tödlichen Konsequenzen.
Hunderte Katzen brauchen Hilfe
Das Tierschutz-Netzwerk von Varna ist mit seinen Ressourcen längst am Limit: Neben 350 Katzen auf Pflegestellen versorgt es täglich mehrere hundert Streuner auf den Straßen. Die aktuelle Flut von Kitten und geschwächten Muttertieren macht den Tierschützer:innen besonders große Sorgen. „Wir kommen im Moment einfach nicht voran – egal, wie sehr wir uns bemühen.“ Trotz unermüdlichem Einsatz scheint jeder Fortschritt sofort wieder aufgeholt zu werden. Neue Tiere kommen nach, während die Ressourcen schwinden und die Spenden zurückgehen: „Die letzten Monate waren wirklich schlimm – es kommt kaum Geld rein und kaum Futterspenden.“ Die Folge ist ein Zustand permanenter Überlastung – finanziell, organisatorisch und emotional. Aber Aufgeben ist keine Option.
Arbeit unter Hochdruck und mit einfachsten Mitteln
Der Tierschutz für Katzen ist hier nur dem privaten Engagement von Menschen zu verdanken, die das Leid der Tiere nicht tatenlos hinnehmen wollen: „Das sind alles Ehrenamtliche – die machen das neben ihrem normalen Leben und geben alles für die Tiere.“ Die Pflegestationen sind nicht groß, aber liebevoll geführt. Hier werden vor allem die schwächsten Tiere aufgenommen. „Wir nehmen vor allem kranke, verletzte und trächtige Katzen auf – anders schaffen wir es einfach nicht.“ Gleichzeitig ziehen die Tierschützer:innen Kitten auf, versorgen Futterstellen, organisieren Transporte und koordinieren Notfälle. Entscheidungen werden oft unter Zeitdruck getroffen und vieles muss improvisiert werden. Und trotzdem ist das, was sie leisten, oft die einzige Chance für diese Tiere.
Statt Support aktive Gegenwehr
Für die Versorgung der Katzen müssen die Helfer:innen vollständig selbst aufkommen – alles ist privat oder über Spenden finanziert. Öffentliche Mittel für Kastrationen sind zwar vorgesehen, aber: „Unterstützung von der Gemeinde gibt es eigentlich nicht – eher das Gegenteil, wir werden teilweise boykottiert“, klagt Alexine. Und so erreichen den Katzenschutz so gut wie keine öffentlichen Gelder. Auch die Haltung der Bevölkerung zeigt ein gemischtes Bild: Neben engagierten Unterstützer:innen gibt es nach wie vor Ablehnung, immer wieder Beschwerden – und in einigen Fällen aktive Vertreibung und Bekämpfung der Tiere. „Wir hatten Fälle, wo Gift ausgelegt wurde, damit die Katzen verschwinden.“
Ohne den privaten Tierschutz wäre alles ohne Hoffnung
Das Netzwerk von Tierschützer:innen übernimmt eine Rolle, die eigentlich öffentlich getragen werden müsste: Es schafft ein komplettes Hilfesystem für Katzen – von der Fütterung über die medizinische Versorgung bis hin zur Vermittlung. Doch dieser Tierschutz ist persönlich, direkt und verletzlich. Pflegestellen sind keine anonymen Einrichtungen – sie sind Teil des Lebens der Helfer:innen. Und die Grenzen sind längst erreicht: „Sobald ein Transport geht und Plätze frei werden, sind die sofort wieder voll.“ Aber trotz aller Einschränkungen und Probleme bleibt der Wille zum Weitermachen ungebrochen. „Wir können einfach nicht wegsehen, wenn wir eine verletzte Katze oder Kitten finden“, unterstreicht Alexine. Genau dieser Einsatz hält das System überhaupt noch am Leben.
Eine dringende Bitte an dich
In Varna entscheidet sich jeden Tag neu, ob Hilfe möglich ist. Die Zahl der Katzen ist hoch, die Not wächst – und die Ressourcen werden weniger. Besonders das Futter ist zur kritischen Grenze geworden. „Wir bezahlen alles selbst – Futter, Tierarzt, Kastrationen. Das ist einfach eine enorme Belastung.“ Ohne regelmäßige Futterspenden bricht die Grundlage dieser Hilfe weg. Und mit ihr die Chance für hunderte Katzen, den nächsten Tag zu erleben.
Bitte trage mit deiner Futterspende dazu bei, dass die 350 Katzen der Pflegestellen sowie Hunderte mehr auf den Straßen von Varna satt werden, um den nächsten Tag zu erleben.
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