Überlebenskampf auf der Straße
Projektbedarf
Du kannst den Verein weiterhin direkt unterstützen, indem du "Einkauf starten" wählst!
Projektbeschreibung
+++ Arbeitshunde wie Müll behandelt und missbraucht +++ 27 ausgesetzte Welpen allein in den letzten Wochen +++ Spenden gehen extrem zurück +++
In Kampanien, im Südwesten Italiens, sind besonders Jagd-, Wach- und Herdenschutzhunde oft nichts wert. Sie verbringen ihr Leben in kleinen Käfigen, ohne Auslauf oder medizinische Versorgung. Sobald sie nicht mehr „funktionieren“, werden sie ausgesetzt oder brutal entsorgt. Hinzu kommt, dass gerade diese Arbeitshunde nur selten kastriert werden. Ihre unkontrollierte Vermehrung führt dazu, dass immer mehr Welpen auf der Straße landen.
Die Folgen dieses unverantwortlichen Verhaltens spüren Stefania und Alfonso, die sich in der Region um etwa 120 Tiere kümmern, beinahe täglich. Allein in den letzten Wochen haben die beiden Tierschützer:innen 27 Welpen aufgenommen. Einige der Welpen waren erst wenige Tage alt, andere wurden neben ihrer verstorbenen Mutter gefunden. „Es sind teils noch so kleine Welpen, dass die Überlebenschancen ungewiss sind. Die Flut an Neuaufnahmen von Welpen ist für unsere Tierschützer:innen eine starke zusätzliche Belastung – auch emotional“, berichtet Lena von der Why Not Association, welche Tierschützer:innen in Kampanien unterstützt.
Die Fixkosten für Futter, medizinische Versorgung und Unterhalt der zwei privaten Hunderefugien liegen bei ca. 5.000 bis 7.000 Euro monatlich, doch die Spendenbereitschaft ist drastisch gesunken. „Man hat das Gefühl, bei all den negativen Nachrichten auf der Welt sparen auch tierliebe Menschen inzwischen mehr und spenden deutlich weniger als früher“, erzählt uns Lena.
Die Straßenhunde in Kampanien brauchen Hilfe. Ohne Futter gibt es keine Zukunft für die geretteten Hunde. Jede Futterspende zählt!
Ein System voller Widersprüche
In Italien wird stark zwischen geliebten Haustieren und Arbeitshunden unterschieden. Während einige Hunde verwöhnt werden, vegetieren vor allem die Jagd-, Wach- und Herdenschutzhunde ein Leben lang. Ohne ausreichend Futter oder medizinische Versorgung sind sie isoliert und schutzlos ihrem Schicksal ausgeliefert. „Ist der ‘Arbeitshund’ alt oder nicht gut genug, dann wird sich seiner entledigt“, berichtet Lena. Besonders erschreckend ist, dass Jäger ihre Hunde nicht einfach nur aussetzen: „Wenn sie mit Mikrochips ausgestattet waren, schneiden sie diese heraus, um Konsequenzen zu vermeiden. Oft werden sie dann zum Verhungern an einen Baum gebunden.“
Die unsichtbare Gefahr: Canili
Sobald die Tiere auf der Straße landen, besteht die Gefahr, dass sie in einem “Canili” - Hundelagern mit oftmals hunderten Hunden, aus denen es kein Entkommen mehr gibt - enden. Diese Einrichtungen sind darauf aus, möglichst viele Hunde einzusperren, um finanziell davon zu profitieren. Denn je mehr Hunde sie „betreuen“, desto mehr Geld erhalten sie. Einmal dort gelandet, gibt es für die meisten kein Entkommen mehr. Der Zustand der Hunde in diesen “Canili” ist katastrophal: Sie vegetieren in überfüllten Käfigen, ohne medizinische Versorgung oder Auslauf. Tierschützer:innen wie Stefania und Alfonso versuchen alles, um die Hunde vor diesem Schicksal zu bewahren – doch ohne ausreichende Futterreserven ist das kaum möglich.
Flut an Welpen – eine erdrückende Last
Bereits jetzt versorgen Stefania und Alfonso etwa 120 Hunde, doch die Zahl steigt stetig. Allein in den letzten Wochen wurden 27 ausgesetzte Welpen gerettet. Manche waren nur wenige Tage alt, manche wurden neben ihrer toten Mutter gefunden. Das bedeutet für die Tierschützer:innen eine doppelte Herausforderung: Die winzigen Hunde brauchen spezielle Pflege, medizinische Versorgung und Welpenfutter – eine finanzielle Herausforderung, die immer größer wird. Um diesen kleinen Leben eine Chance zu geben, müssen sie teilweise in Thermoboxen aufgezogen werden. Doch ohne ausreichende Mittel für Futter und tierärztliche Behandlungen ist ihr Überleben ungewiss.
Spendenrückgang – die Näpfe bleiben leer
Die finanzielle Lage der Tierschützer:innen ist besorgniserregend. Während die Zahl der hilfsbedürftigen Hunde steigt, ist die Spendenbereitschaft drastisch gesunken. Fixkosten von bis zu 10.000 Euro pro Monat müssen gedeckt werden – doch ohne ausreichende Unterstützung ist das kaum zu schaffen. Besonders dramatisch: Auch Angsthunde, die mit langfristigen Therapien und besonderer Fürsorge auf ein Zuhause vorbereitet werden müssen, können nicht mehr alle betreut werden, weil das Geld fehlt.
Warum deine Hilfe zählt
Die Situation für die Hunde in Kampanien ist dramatisch. Ohne Futterspenden können Stefania und Alfonso die tägliche Versorgung der Tiere nicht mehr sicherstellen. Besonders die vielen ausgesetzten Welpen sind auf Hilfe angewiesen – ihre Zukunft hängt davon ab, ob genug Futter vorhanden ist.
Bitte hilf mit einer Futterspende, damit die Streuner von Kampanien nicht hungern müssen. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass sie eine Chance auf ein besseres Leben bekommen – jede Futterspende zählt!
Träger und Verantwortliche