Sizilien: Verlassene Katzen hungern im Paradies
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Projektbeschreibung
+++ Hunderte Straßenkatzen rund um Taormina auf Sizilien +++ Ehrenamtliche versorgen bis zu 300 Tiere täglich +++ Keine Tierheime, kaum staatliche Hilfe +++ Jede Spende sichert überlebenswichtige Mahlzeiten +++
Zwischen den malerischen Touristenorten Taormina, Giardini Naxos und Francavilla auf Sizilien spielt sich ein stilles Drama ab: Hunderte Katzen kämpfen auf der Straße ums Überleben – allein, hungrig, oft krank und von den Menschen vergessen. Viele von ihnen wurden auf der Straße geboren, andere wurden ausgesetzt – weil sie krank, trächtig oder einfach nicht mehr erwünscht waren. Es fehlt vor Ort an allem - an medizinischer Versorgung, an sicheren Rückzugsorten und vor allem: An Futter.
„Wenn du mal in Sizilien bist, du wirst keine Straße finden, wo keine Straßenkatzen sind. Die wohnen da überall“, sagt Sirikit vom Verein Felina Sicily e.V., der mit rund zehn lokalen Helfer:innen etwa 300 Katzen betreut.
Ein funktionierendes Tierheim-System existiert nicht – wer helfen will, muss es selbst tun. Und das tun die Tierschützer:innen vor Ort: Jeden Tag, aus privater Kraft, mit Herzblut und Hingabe. Doch die Lage ist ernst. „Es ist wirklich immer große Futternot – ganz schlimm.“
Bitte hilf mit deiner Futterspende – damit kein Napf leer bleibt.
Helfen, wo sonst niemand hilft
Die Ehrenamtlichen von Felina Sicily fahren täglich zu den Futterstellen – oft schon vor Sonnenaufgang, um den extremen Temperaturen zu entgehen. Sie bringen Trockenfutter, füllen Wasser auf und kontrollieren den Zustand der Tiere. Die Katzen sind halbzahm: Sie zeigen sich, wenn Menschen kommen, lassen sich aber nicht von allen anfassen. Kranke oder verletzte Tiere werden eingefangen und medizinisch behandelt. Die Helfer:innen arbeiten zusätzlich an Kastrationen: Mit Fallen werden Katzen eingefangen, behandelt und in die Kolonie zurückgebracht. Erst wenn eine Kolonie vollständig versorgt ist, beginnt die Arbeit an der nächsten. So entstehen langfristige Verbesserungen – Straße für Straße.
Futter fehlt – überall
Ein existenzielles Problem ist die Futterversorgung. Viele Tierschützer:innen betreuen täglich über 100 Katzen – und das auf eigene Kosten. „Die Futterkosten sind auch höher, weil es auf die Insel transportiert wird“, erklärt Sirikit. Die Folgen: Futter wird knapp. „Das ist tatsächlich ein riesiges Problem für die Tierschützerinnen, weil die das Futter privat zahlen.“Ein ausreichender Futtervorrat würde nicht nur den Tieren helfen, sondern auch die Belastung der Helfer:innen enorm reduzieren. Nur mit gesicherter Grundversorgung bleibt Energie für alles andere – für Pflege, Rettung, Vermittlung und Kastrationen.
Kein Tierheim, kein Rückhalt
Öffentliche Strukturen für Katzenschutz gibt es auf Sizilien kaum. Die wenigen Refugien bieten meist nur Platz für 10–15 Tiere. Kommunale Tierheime existieren nicht – Katzen werden einfach ausgesetzt und schlicht ihrem Schicksal überlassen. Wer sie versorgt, tut das privat, ohne Lohn und oft ohne Hilfe.„Die Menschen lassen die Katze einfach da – sie kommt ja anscheinend schon klar.“ Zwar gibt es einzelne Kastrationstermine über den Amtsveterinär, aber: „Dann kriegt man halt für zwei Katzen einen Termin im Monat. So funktioniert das halt nicht.“ Die Tierschützer:innen arbeiten mit Mut, Verstand und Überzeugung - aber sie stehen alleine da.
Pflegestellen retten Leben
Für Kitten, hochträchtige und schwer kranke Tiere ist die Straße keine Option. Sie brauchen Pflege, Sicherheit und Futter. Diese Tiere werden in privaten Haushalten untergebracht – wenn Platz ist. In diesem Jahr nahm eine Helferin bereits 30 Kitten auf, eine Freundin fünf weitere. Die Kapazitäten sind begrenzt, doch der Bedarf wächst ständig. Viele dieser Katzen werden später nach Norditalien vermittelt – manche auch nach Deutschland. Aber jede Rettung beginnt mit einem gefüllten Napf. Ohne regelmäßiges Futter können die Tiere nicht stabilisiert, nicht eingefangen, nicht gesund gepflegt werden.
Ein System mit Herz – und Struktur
Felina Sicily verbindet tiefes Mitgefühl mit professionellem Vorgehen. Jede Kolonie wird dokumentiert: Welche Tiere sind da? Wer wurde kastriert? Wo tauchen neue Tiere auf? Jedes Tier wird fotografiert, gechipt und registriert. Die Ehrenamtlichen arbeiten eng mit deutschen und Schweizer Organisationen zusammen – ein wachsendes Netzwerk für nachhaltigen Tierschutz. „Das sind alles nur Freiwillige. Aber es ist schon jeder ein paar Stunden am Tag beschäftigt. Ich bin auch ganz stolz drauf, was wir da schon erreicht haben.“ Was hier geleistet wird, ist unglaublich wichtig - aber ohne Unterstützung kaum aufrechtzuerhalten.
Du kannst helfen
Das Team von Felina Sicily braucht dringend Unterstützung – nicht für sich, sondern für die vielen Tiere, die sonst niemand sieht. „Wir verlangen den Leuten dort viel ab – eine Futterlieferung würde sie wahnsinnig motivieren.“ Bitte hilf mit deiner Spende. Damit kein Napf leer bleibt.
Träger und Verantwortliche

