Ohne Schutz, ohne Liebe - einfach ausgesetzt
Projektbedarf
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Projektbeschreibung
+++ Süditalienischer Tierschutz am Limit +++ Notfälle ohne Ende +++ Kaum Unterstützung von der Kommune +++ Dringend Futterspenden benötigt +++ Aussetzen und Verstoßen als gängige Praxis +++ Zu wenige Kastrationen +++
„Unsere privaten Tierschützerinnen sind zwar einem italienischen Tierschutzverein untergeordnet, aber da gibt es keinerlei Unterstützung – wir sind komplett auf Spenden angewiesen.”
So beschreibt Ingrid, Vereinsvorsitzende von Amato Cane e.V. die dramatische Notlage im süditalienischen Atripalda (nahe Neapel). Der deutsche Verein setzt sich dort unermüdlich für den Tierschutz ein - gemeinsam mit dem kommunalen Tierheim AIPA und drei privaten Tierschützerinnen. Sie kämpfen gegen das Elend zahlloser ausgesetzter Hunde. Sie tun, was sonst niemand übernimmt: Retten, pflegen, versorgen und kastrieren.
Trotz eigentlich gesetzlicher Verpflichtung kommt von der Kommune kaum Unterstützung. Das Tierheim selbst betreut etwa 70 Hunde. Zusätzlich versorgen die ehrenamtlichen Tierschützerinnen bis zu 60 weitere in ihren privaten Auffangstationen - ganz zu schweigen von den vielen hungernden Straßenhunden in den Bergen, die ohne sie nicht überleben würden.
Doch jetzt steht alles auf der Kippe. Die Vorräte sind aufgebraucht, das Futter reicht kaum noch und leider werden weiterhin neue Hunde, teils unter erschütternden Bedingungen, ausgesetzt. Die Lage ist verzweifelt.
Bitte unterstütze das Tierheim AIPA und die privaten Auffangstationen mit einer Futterspende, damit die hungrigen Fellnasen in den Sheltern satt werden und die frei lebenden Streuner überleben können!
Strom hilfsbedürftiger Hunde reißt nicht ab
Das Tierheim AIPA in Atripalda gehört offiziell der Kommune - aber nur auf dem Papier. In Wahrheit stemmen drei ehrenamtliche Tierschützerinnen des Vereins AIPA den Alltag: Angela, Michele sowie eine weitere Helferin. Zurzeit kümmern sie sich dort um 68 Vierbeiner - darunter über 30 mutterlose Welpen, die rund um die Uhr Pflege und Spezialfutter brauchen. Viele der Tiere im Tierheim und in den Aufffangstationen sind krank, verletzt oder schwer traumatisiert. Die medizinische Versorgung - von komplizierten Brüchen über Lähmungen bis hin zu schweren, behandlungsbedürftigen Infektionen - ist dringend nötig, aber extrem kostspielig. Bei der ohnehin stark angespannten Arbeits- und Kostensituation ist alles nur durch Spenden überhaupt möglich. Selbst das tägliche Futter kann ohne Hilfe von außen nicht gedeckt werden.
Die Stadt schaut weg, der Hunger bleibt
Atripalda liegt etwas östlich von Neapel. Da es kaum Tourismus gibt und noch weniger Interesse am Tierschutz, zeigt die Gemeinde wenig Ambitionen, sich um Streuner zu kümmern. Zwar ist die Gemeinde gesetzlich verpflichtet, 5 Euro pro Hund und Tag zu zahlen, doch diese Beiträge werden nicht ernst genommen und nur willkürlich und teilweise gezahlt. Nur wenn die Tierschützer:innen die Versorgung der Tiere einschränken würden, könnte man Handlungsdruck auf die Stadt erzeugen. Aber wer würde seine Schützlinge aus strategischen Gründen leiden lassen?
Privater Tierschutz rettet Leben
Neben dem Tierheim unterstützt der Verein auch die drei ehrenamtlichen Tierschützerinnen Rosa, Valentina und Fausta. Sie betreiben private Auffangstationen, in denen sie sich um weitere rund 60 Hunde kümmern. Zusätzlich versorgen sie täglich eine Vielzahl an Streunern, die in den Bergen leben. Diese Hunde sind zwingend auf Versorgung angewiesen, da sie in der kargen Landschaft nicht genug finden, um zu überleben.
Die Zahl ungewollter Hunde ist riesig
Immer wieder werden Hunde in den Bergen rund um Atripalda ausgesetzt - alt, krank, ungewollt. Schäfer, Hobbyjäger und Privatpersonen bringen sie dorthin, wo niemand hinsieht. An den bekannten Futterstellen tauchen regelmäßig Welpen in Kartons auf - einfach entsorgt wie Müll. Andere Hunde, die einst als „Kinderspielzeug“ herhalten mussten, werden ebenso skrupellos entsorgt, wenn sie “nicht mehr taugen”. Viele der Tiere werden teils unter grausamsten Bedingungen gefunden: Verletzt, verstümmelt, gefesselt. Manche überleben nur knapp – wie zum Beispiel ein Hund, der gefesselt in einem Fluss gefunden wurde und einem schrecklichen Tod durch Ertrinken nur knapp entkam: „Angebunden zum Ertrinken. Leider sind es wirklich keine Einzelfälle, dass auf so eine grausame Art und Weise sich von Hunden entledigt wird. Es kommt öfter vor“, erzählt Ingrid von Amato Cane e.V. Das Leid ist grenzenlos. Und trotzdem geben die Tierschützerinnen nicht auf.
Geldmangel und Irrglaube bremsen Kastrationserfolge aus
Man kann dem Hunger und Elend der Vierbeiner in der Region wohl kaum beikommen, solange nicht deutlich mehr kastriert wird. Doch das Veterinäramt kommt seinen Pflichten nicht nach. Also übernehmen das Tierheim und die Tierschützerinnen diese wichtige Aufgabe – und bringen die Tiere auf eigene Kosten zu niedergelassenen Tierärztinnen. Das Tierheim bietet zudem kostenlose Kastrationen für Besitzerhunde an, was ebenfalls Aufgabe des Veterinäramts wäre. Doch der überwiegende Teil der Bevölkerung lehnt Kastrationen ab - aus Unwissenheit oder Tradition. Diese Haltung verhindert in Verbindung mit zu knappen Mitteln, dass spürbare Erfolge erzielt werden können.
Deine Futterspende schenkt Hoffnung
Das größte Problem bleibt die Deckung des Futterbedarfs, unterstreicht Ingrid von Amato Cane e.V.: „Es werden dringend Futterspenden benötigt, um sowohl die Hunde in den Tierheimen als auch die vielen Straßenhunde an den Futterstellen zu versorgen. Besonders Welpenfutter ist Mangelware, da derzeit etwa 30 Welpen ohne Mutter versorgt werden müssen.“ Deine Futterspende macht die Vierbeiner in den Sheltern und auf der Straße satt und trägt dazu bei, dass Hunde gerettet werden können, anstatt irgendwo gefangen, gefesselt oder ausgesetzt zu verhungern. Herzlichen Dank im Namen des gesamten Teams und der vielen hungrigen Fellnasen von Atripalda!
Träger und Verantwortliche