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Ise-Projekt

Hankensbüttel, Deutschland
376,50 €

Projektbedarf

Erlen und Weiden können am Uferrand angepflanzt werden

25% finanziert | 1.123,50 € fehlen noch
mehr weniger
1.500,00 € Bedarf insgesamt
349,00 € aus Eigenmitteln vorhanden
27,50 € mit Gooding gesammelt
1.123,50 € fehlen noch

Projektbeschreibung

Ende der 1980er Jahre glich der Fluss Ise im Landkreis Gifhorn eher einem Kanal, schnurgerade ausgebaut und fast ohne Baum- und Strauchbestand am Ufer. Der Boden wurde bis an die Böschungskante intensiv landwirtschaftlich genutzt, so dass viele Tier- und Pflanzenarten hier keinen geeigneten Lebensraum mehr fanden. Im Gewässer konnten nur noch wenige Kleinlebewesen existieren, so dass damit zu wenig Nahrung für Fische vorhanden war. Die Vogelwelt in der Niederung war aufgrund der intensiven Ackernutzung und der fehlenden Gehölze verarmt. Überall waren aus ökologischer große Defizite festzustellen.
Die Aktion Fischotterschutz e.V. kaufte in den 1990er Jahren mithilfe des Bundes, des Landes und des Landkreises fast 500 Hektar Flächen entlang der Ise an. In enger Zusammenarbeit mit den ehemaligen Eigentümern und den Landwirten wurden ökologische Nutzungsalternativen entwickelt. Äcker wurden wieder in Wiesen und Weiden umgewandelt, 10 m breite Uferrandstreifen wurden aus der Nutzung genommen, sowie die Ufer mit typischen Baum- und Straucharten bepflanzt.
Ziel war und ist es, dass sich an Ufern und Randstreifen wieder Wildnis entwickelt und der Fluss seine Kräfte frei entfalten kann.
Strukturreiche Bereiche sind für viele Tiere, wie Libellenlarven wichtig: Damit ist die Ise ein wichtiges Bindeglied, um z.B. die seltenen Vorkommen der Grünen Flussjungfer im Nord- und im Südosten Niedersachsens zu verbinden.
Aufgrund der positiven Entwicklung des Flusses und seiner Aue und der damit verbundenen Rückkehr vieler seltener Tierarten wurden die Ise und die Flächen der Aktion Fischotterschutz vom Landkreis 2018 als Naturschutzgebiet ausgewiesen.
Neben dem Fischotter kommt auch ein weiterer, leider noch seltener Bewohner der Region zurück: Der Biber, das größte europäische Nagetier, wandern aus dem Drömling über die Aller in die Ise ein. Fraßspuren an Gehölzen deuten auf Jungtiere hin, die ein neues Revier suchen. In vielen Bereichen stehen für die Rückkehr dieses seltenen Nagetieres noch zu wenige Gehölze am Ufer. Die Biber benötigen Weiden und andere Bäume und Sträucher der Weichholzaue als Nahrung.
So setzt sich die Aktion Fischotterschutz auch zukünftig dafür ein, geeignete Strukturen entlang der Ise und anderer Gewässer zu schaffen.

Träger und Verantwortliche

Aktion Fischotterschutz e.V.
Hankensbüttel, Deutschland
Matthias Geng

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Hilfe für den Fischotter

Träger : Ise-Projekt
Hankensbüttel, DE
3% finanziert