Höllenwald von Devin: 100 Hunde an Ketten vergessen
Projektbedarf
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Projektbeschreibung
+++ 100 Hunde angekettet im Wald +++ Kein Schutz, kein Wasser, keine medizinische Versorgung +++ Welpen sterben oder werden von Wölfen gerissen +++ Gemeinde liefert 10 Säcke Futter – pro Monat! +++ Ehrenamtliche fahren 220 km, um Futter zu bringen +++
Mitten in der bulgarischen Region Rhodopen, am Waldrand der Stadt Devin, spielt sich eine stille Katastrophe ab: Rund 100 Hunde sind dort – fernab jeder Hilfe – an Ketten fixiert. Kein Zaun, kein Schutz, kein Wasser. Was als „praktische Lösung“ der Gemeinde begann, um ein “sauberes Stadtbild” zu haben, ist zur Hundehölle geworden: Die Tiere frieren im Winter, leiden Durst im Sommer und werden nachts von Wildtieren gerissen.
„Welpen überleben dort meistens nicht“, berichtet Katja vom bulgarischen Verein Pet Sisters. Gemeinsam mit ihrem Mann fährt sie, so oft es geht, 220 km, um den Hunden Futter zu bringen – wenn Spenden das erlauben. Unterstützung erhalten sie dabei vom deutschen Verein RUFA - Rescuers united for animals e.V.
Doch Tierschützerin Katja kämpft nicht nur für das Überleben der Hunde in Devin: In ihrem kleinen Tierheim bei Sofia versorgt sie mit einem kleinen Team bis zu 80 Hunde - trotz schwindender Futtervorräte, steigender medizinischer Notfälle und maroden Zwingern. Der Verein Pet Sisters droht zwischen der Hilfe in Devin und dem eigenen Tierheim aufgerieben zu werden. Längst stoßen die Tierschützer:innen an ihre Grenzen.
Bitte hilf mit deiner Futterspende – denn jeder Napf entscheidet hier über Leben oder Sterben.
Ein Ort, den niemand sehen will
Kein Licht, kein Strom, keine Zäune. Nur Baumstämme, an denen 100 Hunde angekettet sind – teils seit Jahren. Devin liegt in den Rhodopen-Bergen und verbirgt eine grausame Realität: Einen Wald, den die Bevölkerung als „Hundehölle“ kennt. Im Winter sind die Hunde der Kälte schutzlos ausgeliefert, im Sommer fehlt es meist an Wasser. Trächtige Hündinnen bringen Welpen direkt an Ort und Stelle zur Welt. Stirbt ein Hund, wird er ersetzt. Die Gemeinde betrachtet das Gelände nicht als Tierheim, sondern als „praktische Lösung“ für ungewollte Hunde. Wenn überhaupt, bringt sie zehn Säcke Trockenfutter zu den Tieren. Die sollen dann für einen Monat reichen – doch nach drei Tagen ist schon nichts mehr vom Futter übrig. In der übrigen Zeit sind es ehrenamtliche Helfer:innen wie Katja, die alles geben, damit die Hunde nicht verhungern – oft buchstäblich bis zum letzten Cent.
Sterben im Abseits
Die Hunde sind Hunger, Hitze und Gewalt ausgesetzt. Sie können sich nicht bewegen, Artgenossen nicht ausweichen – es kommt zu Beißereien. Welpen sterben häufig oder werden nachts von Wölfen geholt. Niemand impft, niemand kastriert, niemand kontrolliert. Schutzlose Tiere, die um ihr Leben kämpfen – das ist Alltag in Devin. Viele sind traumatisiert, krank oder verletzt. Ohne Hilfe von außen sind sie verloren.
Einmal raus – und dann?
In diesem trostlosen Wald fehlt es an allem: Wasser, Futter, Unterstände, medizinische Versorgung. Katja und ihr Mann fahren regelmäßig die 220 km lange Strecke von Sofia nach Devin, um Futter, Decken oder Hütten zu bringen. „Wir liefern Futter, wann immer wir können – aber es sind 220 Kilometer hin und zurück. Allein das ist für uns schon finanziell kaum zu stemmen“, sagt Katja. Hunde, die verletzt oder sozial ansprechbar sind, dürfen mit – sofern im eigenen Tierheim Platz ist. Dort beginnt dann ein langer Weg der Heilung. Ein Beispiel ist die Hündin „Schatten”, die vier Jahre lang in Dunkelheit lebte. Heute vertraut sie nur einer einzigen Person. Ein weiteres Beispiel ist ein Rüde, der als Welpe mit Steinen beworfen wurde und heute schwer traumatisiert ist. Keiner dieser Hunde kann ohne Futter gerettet werden – weder aus Devin, noch von der Straße.
Die Not endet nicht in Devin
Auch außerhalb des Waldes ist die Lage für Hunde dramatisch in Bulgarien: Im Raum Sofia versorgen die Pet Sisters neben den Hunden in ihrem Tierheim auch ca. 50 Streuner an Müllplätzen und Fabrikruinen. Die medizinischen Notfälle häufen sich, die Zwinger sind marode und Futter muss rationiert werden. „Wir brauchen monatlich 1,5 Tonnen Futter. Doch auch die Qualität muss stimmen - nur so bleiben unsere Hunde gesund.“ Futter ist für Katja nicht nur Nahrung, sondern Überlebenssicherung – und Voraussetzung für jede Rettung.
Ein Appell an dein Tierschutz-Herz
Katja und ihr Team kämpfen an vielen Fronten. Sie versorgen Tiere mit körperlichen und seelischen Wunden. Sie arbeiten bei 40 °C in den frühen Morgenstunden, um Auslauf zu ermöglichen. Sie retten Hunde aus einer „Hölle“, in die nie ein Hund hätte landen dürfen. „Eure Hilfe ist irrsinnig wichtig und notwendig. Bitte habt ein Herz für unsere Hunde. Jeder Napf hilft uns, Leben zu retten – in Devin und bei uns im Tierheim.“
Spende Futter. Hilf den Vergessenen.
Träger und Verantwortliche