Geboren ohne Chance

Europäische Union

+++ Ausgesetzte Welpen kämpfen ums Überleben +++ Vier Tierschutzprojekte in drei Ländern versorgen hunderte junge Hunde +++ Fehlende Kastrationen und rückläufige Adoptionen verschärfen die Situation +++ Krankheiten, Futtermangel und hohe Tierarztkosten belasten die Projekte +++ Immer mehr Welpen warten vergeblich auf ein sicheres Zuhause +++

Sie sind wenige Wochen alt, viel zu klein für diese Welt und haben trotzdem oft schon mehr Leid erlebt, als ein Lebewesen jemals ertragen sollte: Welpen, die in Müllcontainern gefunden werden. Welpen, die in Kartons vor Sheltern abgestellt werden. Welpen, die aus Brunnen oder Gruben gerettet werden müssen. Welpen, deren Mütter unkastriert auf der Straße leben und deren Existenz von Geburt an am seidenen Faden hängt.

Genau diesen Welpen schenken vier Tierschutzprojekte in Rumänien, Bulgarien und Kroatien jeden Tag einen Neuanfang. Sie retten die Tiere, päppeln sie auf, versorgen sie medizinisch und begleiten sie, bis sie stark genug sind, um auf eigenen Pfoten zu stehen. Doch immer mehr Welpen treffen auf überfüllte Shelter, sinkende Adoptionszahlen und Vereine, deren Kräfte und finanzielle Mittel schwinden.

Die rumänische Tierschützerin Sabina Botoșani beschreibt ein grundlegendes Problem, mit dem viele Vereine kämpfen:  „Wir erleben aktuell die niedrigsten Adoptionszahlen seit Jahren. Gleichzeitig kommen so viele Hunde wie nie zuvor ins Shelter. Uns gehen die Kräfte aus!“

Mit diesem Hilferuf möchten wir die Projekte von Glücksnasen e.V., Pfotenhilfe ohne Grenzen e.V., Chance für Fellnasen e.V. und Glücksfellchen Tierhilfe e.V. unterstützen. Denn jeder gespendete Napf stillt nicht nur den Hunger der Welpen, sondern entlastet die Vereine und schafft den dringend benötigten finanziellen Spielraum für Tierarztkosten, Impfungen, Kastrationen und weitere Rettungen.

Bitte hilf mit deiner Futterspende, damit aus einem Leben ohne Chance doch noch eine hoffnungsvolle Zukunft werden kann.

Verschiedene Länder, dieselben Probleme
Drei Länder, vier Vereine und eine gemeinsame Herausforderung: Eine kaum fassbare Zahl hilfsbedürftiger Welpen, die Futter, Schutz, Impfungen, medizinische Versorgung und eine echte Chance auf eine bessere Zukunft brauchen. In vielen Regionen Europas entstehen immer wieder ungewollte Würfe, weil Halter:innen keine Verantwortung übernehmen, sich Kastrationen nicht leisten können oder es schlichtweg nicht besser wissen. Die Folgen landen dann bei den Tierschützer:innen: In Sheltern, auf Pflegestellen oder direkt auf dem tierärztlichen Behandlungstisch.

Unfassbare Rettungsgeschichten
Wenn Welpen direkt vor den Toren eines Shelters abgelegt werden, ist das für die Helfer:innen oft noch der glücklichste Ausgang. Ein Großteil wird jedoch von der Straße aufgesammelt – ausgesetzt, krank und verletzt. Viele sind dem Tod näher als dem Leben. Tierschützerin Virginia aus dem bulgarischen Sofia berichtet: „Wir haben Hunde gerettet, die nur noch aus Haut und Knochen bestanden. Teilweise aus unmöglichen Leidensszenarien. Einen Welpen mussten wir aus der Grube einer Außentoilette herausholen. Es gibt Dinge, die man nicht glaubt, solange man sie nicht mit den eigenen Augen gesehen hat.“ Ob von der Straße, aus schlechter Haltung oder geboren, nachdem ihre trächtige Mutter gerettet wurde – jedes dieser Tiere braucht Zeit, Fürsorge und medizinische Hilfe. Damit die Welpen diese Chance bekommen, kämpfen die vier Projekte jeden Tag weiter.

Mehr Welpen, weniger Adoptionen
Allein im Public Shelter Botoșani im Nordosten Rumäniens leben rund 850 Hunde, darunter ganzjährig etwa 100 Welpen. Während der Geburtenzeit steigt diese Zahl regelmäßig auf bis zu 150 junge Hunde. „Jeder einzelne Welpe benötigt altersgerechtes Futter, intensive Betreuung und leider oft auch schon sehr früh tiefgreifende medizinische Behandlungen. Bei einer so hohen Anzahl ist das eine enorme Herausforderung“, berichtet Tierschützerin Sabina und blickt besorgt auf die kommenden Monate: „Trotz vieler Bemühungen im Bereich der Kastrationskampagnen sehen wir keine deutliche Verbesserung. Gleichzeitig brechen uns die Adoptionen massiv weg.“ Aber auch die anderen Projekte müssen jeden Tag viele kleine Hundemäuler satt bekommen!

Vom Neuzugang zum Dauergast
„Unsere größte Angst ist, dass sie im Shelter alt werden und vergessen werden.“ Mit dieser Sorge steht Sabina in Rumänien nicht allein da. Auch für Ulrike von Chance für Fellnasen e.V. gilt: „Das Asyl ist eigentlich der völlig falsche Platz für die armen Lebewesen.“ Für ihr betreutes Projekt im kroatischen Rijeka ist jede Aufnahme eines Welpen ein Wettlauf gegen die Zeit: „Die ersten Wochen im Leben eines Welpen sind besonders kritisch. Die meisten Tiere besitzen noch keinen ausreichenden Impfschutz und sind deshalb sehr anfällig für Krankheiten. Für viele der Tiere müssen sofort Pflegestellen gefunden werden, damit sie geschützt aufwachsen können. Ob sie danach aber auch ein festes Zuhause finden, ist oft ungewiss.“

Wenn jeder Tag über Leben entscheidet
Welpen gehören zu den verletzlichsten Schützlingen im Tierschutz. Ihr Immunsystem ist noch nicht vollständig aufgebaut, ihr Körper wächst rasant und schon kleine Infektionen können lebensbedrohlich werden. Was bei erwachsenen Hunden meist gut behandelbar ist, kann für einen Welpen innerhalb kürzester Zeit zur tödlichen Gefahr werden. Ob in Rumänien, Bulgarien oder Kroatien – die Vereine setzen alles daran, die jungen Hunde vor einem qualvollen Ende zu bewahren.

Doch die Folgen unkontrollierter Vermehrung und rückläufiger Adoptionszahlen bedrohen dieses Engagement zunehmend. Erschöpfte Vereinskassen, Helfer:innen am absoluten Limit und immer höhere Tierarztkosten machen es nahezu unmöglich, neben der täglichen Versorgung auch Operationen oder Kastrationen zu finanzieren. Mit deiner Futterspende sicherst du die Versorgung der Welpen von Glücksnasen e.V., Pfotenhilfe ohne Grenzen e.V., Chance für Fellnasen e.V. und Glücksfellchen Tierhilfe e.V. Jeder gespendete Napf lindert akuten Hunger mit hochwertigem Welpenfutter, entlastet die Projekte finanziell und leistet einen wichtigen Beitrag für einen nachhaltigen Hundeschutz in Europa.

Träger und Verantwortliche

Givio - Deine Hilfe kommt an

Stuttgart