Sommer auf Krk lässt Futterreserven schmelzen

Kroatien

+++ Seit Jahren wachsendes Leid auf kroatischer Insel +++ 1.500 Katzen in Versorgung +++ Sommer-Eskalation: Kitten, Notrufe, leere Lager +++ Personal am Limit: Hungrige Mäuler und Fangaktionen ohne Ende +++ Futter macht Tierschutz erst möglich +++

Wenn Futter fehlt, müssen Helfer improvisieren, privat aushelfen oder Spendengelder umschichten, die eigentlich für medizinische Versorgung gedacht waren“, erklärt Nadine, Vorstandsvorsitzende von Kitten Safe House e.V.

Eigentlich hätte die kroatische Insel Krk beste Voraussetzungen, das Leid seiner Straßenkatzen langfristig zu beenden. Anders als auf dem Festland wandern hier kaum neue Tiere zu. Würden Katzen konsequent kastriert, medizinisch versorgt und an festen Futterstellen betreut, könnte die Population Schritt für Schritt kleiner werden. Doch genau das ist nicht passiert. Stattdessen wuchs die Zahl der Straßenkatzen immer weiter – und mit ihr die Zahl der Tiere, die krank, verletzt oder hungrig ums Überleben kämpfen.

Heute setzt Kitten Safe House e.V. genau dort an, wo jahrelang nichts passiert ist. Gemeinsam mit Daniela und rund 15 Helfer:innen versorgt der Verein inzwischen etwa 1.500 Straßenkatzen auf Krk. Rund 500 Katzen konnten bereits kastriert werden, doch über 1.000 Tiere warten noch darauf. Doch ausgerechnet jetzt, mitten in der Kittensaison, werden die Futterlager immer leerer: „Nassfutter haben wir gar nichts.“ Fehlt das Futter, geraten nicht nur die Katzen in Not – auch Kastrationen, medizinische Hilfe und weitere Rettungen werden immer schwieriger.

Bitte hilf mit einer Futterspende, damit die Katzen auf  Krk nicht hungern müssen und Kitten Safe House weiter kastrieren, versorgen und retten kann.

Noch immer werden es mehr und mehr
Die Folgen einer jahrelangen Vernachlässigung sind heute auf der ganzen Insel sichtbar. Straßenkatzen leben an Stränden, Campingplätzen, Futterstellen, in kleinen Ortschaften und an abgelegenen Plätzen – die Bevölkerung ist längst abgestumpft und an den Anblick gewöhnt. Genau das macht ihre Situation so gefährlich. Denn was alltäglich geworden ist, wird oft nicht mehr hinterfragt. „Katzen haben im Denken vieler Menschen in Kroatien leider kaum einen Wert – nach dem Motto: Das ist doch nur eine Katze.“ Für die Tiere heißt das, dass sie zwar gesehen, ihre Not aber nicht wahrgenommen wird. Obwohl öffentliche Stellen zur Hilfe per Gesetz verpflichtet sind, bleibt die Verantwortung in der Praxis häufig bei wenigen engagierten Tierschützer:innen hängen.

500 Katzen bereits kastriert – aber das reicht noch lange nicht
Kitten Safe House hat auf Krk ein Netzwerk aufgebaut, das inzwischen rund 1.500 Straßenkatzen versorgt. Etwa 500 wurden bereits kastriert. Doch die eigentliche Herausforderung wartet noch: „Es werden mindestens zwischen 1.500 und 2.000 Katzen sein, die wir da noch kastrieren müssen.“ Wie groß einzelne Kolonien sind, zeigt eine Fangaktion, bei der an nur einer Stelle 52 Katzen eingefangen wurden – so viele, wie an einem Tag kastriert werden können. Jede Kastration verhindert unzählige weitere Kitten und bringt die Insel dem Ziel ein Stück näher, das Katzenleid dauerhaft zu verringern.

Urlaubssaison auf Krk: Kitten, Notrufe und alles ist dringend
Mit dem Sommer beginnt auf Krk jedes Jahr die schwierigste Zeit. Während die Kittensaison ihren Höhepunkt erreicht und immer mehr Jungtiere geboren werden, steigt gleichzeitig die Zahl der Tourist:innen - und mir ihr die Zahl der Notrufe. Urlauber:innen entdecken Kitten oder kranke Katzen und wenden sich an Kitten Safe House. Gleichzeitig müssen die Futterstellen weiter versorgt und neu auftauchende Katzen unverzüglich erfasst werden. Für Daniela wird das Ganze zur grenzwertigen Dauerbelastung. Während Kastrationsaktionen jetzt für eine bessere Zukunft entscheidend wären, fressen Notfälle, Pflege, medizinische Versorgung und Neuaufnahmen Energie und Ressourcen auf. Nadine erklärt: „Bei Daniela klingelt das Telefon ja mindestens 70 Mal am Tag, wenn die Touri-Saison losgeht.

Alle gehen täglich an ihre Grenzen
Der Tierschutz auf Krk hängt an wenigen Menschen, die nicht wegschauen. Antonija und Elvir betreuen bereits seit über 15 Jahren Futterstellen auf der Insel. Was einst mit einigen Katzen begann, ist heute ein Netzwerk aus rund 15 Helfer:innen, das Futter verteilt, Tiere beobachtet, Fangaktionen organisiert und Transporte zum Tierarzt übernimmt.  Im Mittelpunkt steht Daniela. Sie koordiniert die gesamte Hilfe und betreibt in Rijeka das Kitten Safe House – ihr privates Haus, das komplett für Katzen umgebaut wurde und das einzige anerkannte Katzenshelter Kroatiens ist. Hier versorgt sie aktuell rund 50 Kitten und einige Notfälle - zusätzlich zu den Straßenkatzen auf Krk. Doch die Belastung ist enorm: „Das nächste Problem ist, dass wir Unterstützung für Daniela brauchen. Sie schafft das einfach nicht mehr“, erklärt Nadine.

Futter bedeutet mehr als volle Näpfe
Für die Katzen auf Krk sind feste Futterstellen weit mehr als Orte, an denen sie satt werden. Sie sind die Grundlage des gesamten Tierschutzes. Nur wenn die Tiere regelmäßig an dieselben Plätze kommen, können die Helfer:innen neue Katzen entdecken, trächtige Tiere rechtzeitig sichern und Kastrationen planen. Fehlt das Futter, geht genau dieser wichtige Überblick verloren – und damit die Chance, weiteres Leid frühzeitig zu verhindern. Gleichzeitig schafft jede Futterspende finanziellen Spielraum. Geld, das nicht für Futter ausgegeben werden muss, kann in Impfungen, Entwurmungen, Tierarztkosten oder Kastrationen fließen. „Futter kostet ja auch Geld; dadurch bekommen wir Puffer für die Kastrationen.“ Eine Futterspende stillt deshalb nicht nur den Hunger, sondern hilft mit, dass morgen weniger Katzen auf der Straße geboren werden.

Eine dringende Bitte an dich!
Krk steht an einem Wendepunkt. Zum ersten Mal gibt es dort ein funktionierendes Netzwerk aus engagierten Helfer:innen, betreuten Futterstellen und systematischen Kastrationsaktionen. Zum ersten Mal besteht die reale Chance, die Straßenkatzenpopulation auf einer ganzen Insel nachhaltig zu verkleinern. Doch genau jetzt gerät dieses Projekt unter Druck. Die Kittensaison bringt täglich neue Notfälle, die Futterlager leeren sich, Tierarztrechnungen steigen und Daniela sowie ihr Team arbeiten längst über ihrer Belastungsgrenze. Trotzdem machen sie weiter – weil sie wissen, dass jede kastrierte Katze, jedes gerettete Kitten und jede versorgte Kolonie ein Schritt in Richtung einer besseren Zukunft ist „Viele, viele Katzen, wenig Futter; Kastration machen wir weiter, aber es ist schon eine hohe Zahl.“

Bitte unterstütze Kitten Safe House mit deiner Futterspende. Jeder gefüllte Napf hilft den Katzen sofort – und gibt dem Team die Chance, das große Katzenleid Schritt für Schritt zu verkleinern.

Träger und Verantwortliche

Kitten Safe House e.V.

Übach-Palenberg