Für die Behörden existieren sie nicht. Für uns schon!

Rumänien

Dieser Hilferuf ist bereits abgeschlossen

Dennoch ist der Verein weiterhin regelmäßig auf Futterspenden angewiesen, um seine Schützlinge zuverlässig versorgen zu können.

Die Tierschützer:innen freuen sich daher sehr über deine Unterstützung.

+++ Rumänien: Marina, Nelli und Luminita kämpfen allein um das Überleben hunderter Straßenkatzen +++ Keine Behördenhilfe, keine Volunteers, kein Netzwerk +++ Die Kittenzeit hat die Futternot dramatisch verschärft +++ Pfötchenhilfe Herzensstreuner e.V. braucht deine Unterstützung, bevor es zu spät ist! +++

„Wenn ich kein Futter mehr habe, kommt irgendwann der Moment, an dem ich die Tiere wieder auf die Straße setzen müsste. Nicht weil ich es will, sondern weil man Tiere in einem Schutzraum nicht halten kann, wenn man sie nicht mehr ernähren kann.”

Was Tierschützerin Luminita hier beschreibt, ist kein Worst-Case-Szenario – es ist die Realität, auf die sie unaufhaltsam zusteuert. 

Zwischen Bukarest, Constanța und dem äußersten Norden Rumäniens kämpfen drei Frauen gegen das Leid unzähliger Straßenkatzen: Marina, Nelli und Luminita. Kommunale Kastrationsprogramme existieren kaum, Behörden schauen weg, und wer sich der Tiere annimmt, tut es fast immer allein – ohne staatliche Unterstützung, ohne Ehrenamtliche, oft gegen den Willen der Nachbarschaft. Die Folge ist eine Spirale, die sich Jahr für Jahr weiterdreht: Unkontrollierte Würfe, kranke Kitten auf der Straße, überlastete Einzelpersonen am absoluten Limit.

Die drei Tierschützerinnen werden vom Verein Pfötchenhilfe Herzensstreuner e.V. aus Deutschland unterstützt – doch den Großteil ihrer Arbeit finanzieren sie selbst, ergänzt durch private Spenden aus dem Ausland. Die ohnehin schwierige Situation droht gerade durch die Kittensaison zu eskalieren: Das Futter wird immer knapper und die Notfälle häufen sich. Sogar Tierarztbesuche und Impfungen mussten bereits verschoben werden.

Futter ist hier keine nette Zusatzhilfe – es ist die Voraussetzung dafür, dass überhaupt noch gerettet, kastriert und medizinisch versorgt werden kann. Können Marina, Nelli und Luminita auf dich zählen?

Bukarest: Expertin am absoluten Limit
Marina lebt und arbeitet in Bukarest – tagsüber als QA Engineer, abends, nachts und am Wochenende als Retterin, Pflegerin, Quarantänemanagerin und TNR-Koordinatorin. In ihrer Mietwohnung versorgt sie 45 Katzen, hinzu kommen Koloniekatzen, die sie füttert und kastriert. In den vergangenen fünf Jahren hat sie über 200 verwaiste Kitten mit der Flasche aufgezogen – mit einer Überlebensrate von 100 Prozent. Stellvertretend für ihre Arbeit steht Kater Oreo: Nach einem Unfall aufgenommen, leidet er am sogenannten Pulled-Tail-Syndrom und ist FIV-positiv. Seit mehr als drei Jahren entleert Marina seine Blase zweimal täglich von Hand und schenkt ihm damit ein sicheres Leben.Doch besonders während der Kittensaison stößt auch sie an ihre Grenzen. „Während der Kitten-Saison steigt die Zahl der Tiere, die unsere Hilfe benötigen, sprunghaft an. Jede neue Fundkatze, jedes ausgesetzte Kätzchen und jeder Notfall bringt unsere Kapazitäten an ihre Grenzen. Der enorme Zustrom setzt unsere verfügbaren Plätze, unsere finanziellen Mittel und unsere Zeit massiv unter Druck."

Constanța: Jedes Kilo selbst getragen
Auch Nelli kämpft jeden Tag fast allein. In Constanța versorgt sie rund 50 Katzen - zuhause und an mehreren Futterstellen in der Stadt. Ein Auto besitzt sie nicht. Deshalb trägt sie täglich bis zu 20 Kilogramm Futter und Katzenstreu selbst durch die Straßen – eine Belastung, die ihrer Gesundheit bereits zugesetzt hat. Lokale Unterstützung gibt es keine, Behörden helfen nicht: In Constanța gibt es seit fünf Jahren keine kostenlosen Kastrationen mehr. Die Folge ist eine nicht endende Kittenschwemme – und nur eine Frau, die sie auffängt, so gut sie kann. Aufhören kommt für sie nicht in Frage: „Es gab Momente, in denen ich dachte, ich müsste die schweren Fälle einfach zurücklassen. Aber ich weiß, dass diese Tiere ohne Hilfe kaum eine Chance hätten zu überleben."

Darabani: Pionierin am Ende der Welt
Darabani liegt im äußersten Norden Rumäniens, rund 100 Kilometer von Botosani entfernt. Hier hat Luminita über Jahrzehnte etwas aufgebaut, das es vorher nicht gab: Bewusstsein für Tierschutz, Zugang zu Kastrationen, ein privates Sanctuary mit Natur, Gras, Wärme und sicheren Räumen für Katzen, die nirgendwo sonst Platz finden. Für Kastrationen fuhr sie früher mit bis zu 20 Tieren im Auto rund 100 Kilometer weit – bis sie selbst dazu beitrug, ein Veterinärangebot für Kleintiere nach Darabani zu bringen. Rund 140 Katzen betreut sie heute an mehreren Standorten – aus eigener Tasche, ohne Freiwillige, ohne Behördenhilfe. Viele Tiere sind alt, krank und nicht vermittelbar - Tiere, die seit Jahren bei ihr leben. Und genau das macht die aktuelle Futternot so bedrohlich: „Ich liebe diese Tiere wie meine eigenen Augen. Sie sind ein Teil von mir und meinem Leben." Weil hochwertiges Futter nicht mehr bezahlbar ist, kauft Luminita seit Monaten billiges – die Tiere nehmen nicht zu, sehen schlechter aus, und Impfungen mussten in den letzten zwei Jahren aus Geldmangel sogar verschoben werden.

Was fehlt – und was es bewirkt
So unterschiedlich die drei Frauen auch arbeiten, ihre größte Sorge ist die gleiche: Es fehlt an Futter. Marina bringt es auf den Punkt: „Futterspenden ermöglichen uns, Geld in tierärztliche Behandlung, Kastrationen, Impfungen und lebensrettende Eingriffe umzuleiten." Wer Näpfe füllt, versorgt die Katzen und ermöglicht gleichzeitig Kastrationen, Operationen und Neuaufnahmen. Vor allem aber verhindert er, dass Marina, Nelli und Luminita irgendwann entscheiden müssen, welcher Katze sie noch helfen können - und welcher nicht.

Drei Frauen. Drei Städte. Eine überwältigende Verantwortung – und bisher kaum jemand, der sie teilt. Pfötchenhilfe Herzensstreuner e.V. möchte das ändern. Kannst du helfen, die Näpfe von Marina, Nelli und Luminita zu füllen?

Träger und Verantwortliche

Pfötchenhilfe Herzensstreuner e.V.

Unterföhring