„Kommt halt, sonst stirbt er" – Sizilien allein gelassen
+++ 200 Hunde kämpfen im Tierheim von Monika und Daniel mit extremer Wasserknappheit +++ Keine verlässliche staatliche Unterstützung: Zwei Menschen tragen die Verantwortung seit 15 Jahren fast allein +++ Ohne Futterspenden fehlt das Geld für dringend nötige Verbesserungen der Infrastruktur – und für plötzliche Notfälle wie bei Laura und Ares +++
„Kommt halt. Ich gehe jetzt weiter. Wenn ihr nicht kommt, stirbt der Hund.“ – so beschreibt David von mille animali e.V., wie Anrufer:innen die Verantwortung oft schon nach einem Telefonat als erledigt betrachten.
Für viele Menschen endet die Verantwortung für einen gefundenen Hund mit diesem einen Anruf. Für Monika und Daniel beginnt sie dann erst – seit 15 Jahren tragen sie sie fast allein, ohne verlässliche staatliche Unterstützung. Zwar gibt es in der Region ein staatliches Tierheim, doch eine echte Hilfe oder Alternative ist es für die beiden nicht. „Die öffentlichen Tierheime sind schon eher ein Ort zum Sterben“, so David weiter. Rund 200 Hunde leben deshalb im privaten Tierheim der beiden nahe Mazara del Vallo auf Sizilien, dazu kommen etwa 30 Straßenhunde, die außerhalb weiter versorgt werden. Unterstützt werden Monika und Daniel dabei vom deutschen Verein mille animali e.V.
Gerade jetzt spitzt sich diese ohnehin angespannte Lage weiter zu: Im heißen sizilianischen Sommer reicht das vorhandene Wasser kaum für die Grundversorgung der 200 Tiere aus. Weil keine Leitungen zu den einzelnen Gehegen führen, muss das Wasser zunächst in große Tanks gefüllt und von dort mit Eimern zu den Hunden getragen werden – für Daniel, der den Betrieb fast im Alleingang stemmt, bedeutet das an jedem heißen Tag zusätzliche Stunden schwerer körperlicher Arbeit.
Genau hier setzt deine Futterspende an: Rund drei Tonnen Hundefutter werden jeden Monat gebraucht, und jeder Euro, der nicht dafür aufgebracht werden muss, kann stattdessen in bessere Wasserzugänge, Gehege und Wetterschutz fließen – also in genau die Infrastruktur, die Monika und Daniel dringend brauchen, aber immer wieder verschieben müssen, weil Futter und medizinische Notfälle vorrangig sind.
Ausgesetzt, vergessen, allein gelassen
In und um Mazara del Vallo gehört das Schicksal ausgesetzter Tiere noch immer zum Alltag. Welpen werden in verlassenen Gebäuden zurückgelassen, kranke und alte Hunde ihrem Schicksal überlassen, andere trotz Besitzer schlecht gehalten oder misshandelt. Für viele Menschen vor Ort endet die Verantwortung mit einem Anruf im Tierheim. Für Monika und Daniel beginnt sie dann erst – sie müssen das Tier suchen, versorgen und oft für Jahre ein Zuhause bieten. Direkt in Mazara del Vallo gibt es kein weiteres vergleichbares privates Tierheim – was anderswo auf mehrere Schultern verteilt werden könnte, landet hier immer wieder bei denselben zwei Menschen.
Wenn das Wasser nicht reicht – und später zu viel wird
Aktuell ist es vor allem die Wasserversorgung, die das Tierheim an seine Grenzen bringt. Nachts liegen die Temperaturen bei etwa 25 Grad, tagsüber deutlich über 30 Grad – und das vorhandene Wasser reicht gerade aus, um die rund 200 Hunde mit dem Nötigsten zu versorgen. Feste Wasserleitungen zu den einzelnen Gehegen gibt es nicht: Große Tanks von etwa 1.000 Litern werden gefüllt, das Wasser dann mit Eimern weiterverteilt. Was zunächst nach einem reinen Infrastrukturproblem klingt, wird bei 200 Tieren und Temperaturen über 30 Grad zu einer täglichen körperlichen Belastung.
Im Winter kehrt sich das Problem dann um: Statt Wassermangel stellen nun Überschwemmungen eine Gefahr dar: Sie können die einfachen Gehege durchnässen und bei den Hunden zum Beispiel Hautprobleme begünstigen. Ein Erfolg zeigt immerhin, wie viel bessere Infrastruktur bewirken kann: Neue Lagercontainer schützen das Futter inzwischen besser vor Wasser und Nagetieren – ein Problem, das früher immer wieder ganze Vorräte vernichtete.
Ein Mann, ein riesiges Gelände, keine Pause
„Aktuell schmeißt Daniel schon den Laden ziemlich alleine“, fasst David die Lage zusammen. Neben rund 200 Hunden im Tierheim versorgt er auch etwa 30 Straßenhunde außerhalb des Geländes mit. Ein einheimischer Helfer unterstützt seit einigen Monaten stundenweise gegen Bezahlung, mehrmals im Jahr reisen zusätzlich Mitglieder von mille animali nach Sizilien, um liegen gebliebene Reparaturen nachzuholen. Der Wunsch der beiden ist dabei bescheiden: Es geht nicht um Urlaub oder Freizeit, sondern darum, dass Daniel an einem langen Tag vielleicht eine Stunde früher schlafen gehen kann. Immer wieder kommen zudem Welpenwellen von 20, 30 oder sogar 40 Tieren gleichzeitig hinzu, die ohne lange Planung sofort versorgt werden müssen.
Laura und Ares – wenn plötzlich Kosten entstehen, die niemand einplanen konnte
Die scheue Straßenhündin Laura lebt direkt vor dem Tierheim, wo sie auch kastriert wurde. Vor wenigen Monaten wurde sie von einem Auto schwer verletzt – vermutlich sogar absichtlich. Ein komplizierter Beinbruch musste operiert werden, mittlerweile geht es ihr deutlich besser. Der junge Hund Ares kam Mitte Oktober 2025 zur Welt, überstand eine schwere Parvovirose, kann heute aber nur noch Kopf und Schwanz bewegen. Vermutet wird eine Nerven- oder Muskelerkrankung; er wurde in einer Klinik in Palermo behandelt und erhält dort regelmäßig Physiotherapie – für rund 500 Euro pro Woche.
Im Mai geriet auch das Tierheim selbst in Gefahr, als ein Feuer nahe an das Gelände heranrückte. Tiere und Gebäude blieben unversehrt – der Vorfall zeigt aber, dass zur täglichen Versorgung auch Risiken hinzukommen, auf die Monika und Daniel kaum Einfluss haben.
Was deine Futterspende bewirkt
Rund drei Tonnen Hundefutter werden im Tierheim jeden Monat gebraucht – und diese Menge muss Monat für Monat aufs Neue organisiert und finanziert werden. „Im Endeffekt ist das Futter das Allerwichtigste. Das sorgt überhaupt dafür, dass die Tiere überleben können“, so David. Jeder Cent, der nicht für Futter aufgebracht werden muss, kann stattdessen in bessere Gehege, verlässliche Wasserzugänge und Wetterschutz fließen – genau die Investitionen, die Monika und Daniel aktuell am dringendsten brauchen, aber immer wieder verschieben müssen.
Eine verlässliche Futterlieferung schenkt dem Projekt damit nicht nur volle Näpfe, sondern auch Zeit und die Möglichkeit, endlich wieder zu gestalten statt nur zu reagieren.
+++ 200 Hunde kämpfen im Tierheim von Monika und Daniel mit extremer Wasserknappheit +++ Keine verlässliche staatliche Unterstützung: Zwei Menschen tragen die Verantwortung seit 15 Jahren fast allein +++ Ohne Futterspenden fehlt das Geld für dringend nötige Verbesserungen der Infrastruktur – und für plötzliche Notfälle wie bei Laura und Ares +++
„Kommt halt. Ich gehe jetzt weiter. Wenn ihr nicht kommt, stirbt der Hund.“ – so beschreibt David von mille animali e.V., wie Anrufer:innen die Verantwortung oft schon nach einem Telefonat als erledigt betrachten.
Für viele Menschen endet die Verantwortung für einen gefundenen Hund mit diesem einen Anruf. Für Monika und Daniel beginnt sie dann erst – seit 15 Jahren tragen sie sie fast allein, ohne verlässliche staatliche Unterstützung. Zwar gibt es in der Region ein staatliches Tierheim, doch eine echte Hilfe oder Alternative ist es für die beiden nicht. „Die öffentlichen Tierheime sind schon eher ein Ort zum Sterben“, so David weiter. Rund 200 Hunde leben deshalb im privaten Tierheim der beiden nahe Mazara del Vallo auf Sizilien, dazu kommen etwa 30 Straßenhunde, die außerhalb weiter versorgt werden. Unterstützt werden Monika und Daniel dabei vom deutschen Verein mille animali e.V.
Gerade jetzt spitzt sich diese ohnehin angespannte Lage weiter zu: Im heißen sizilianischen Sommer reicht das vorhandene Wasser kaum für die Grundversorgung der 200 Tiere aus. Weil keine Leitungen zu den einzelnen Gehegen führen, muss das Wasser zunächst in große Tanks gefüllt und von dort mit Eimern zu den Hunden getragen werden – für Daniel, der den Betrieb fast im Alleingang stemmt, bedeutet das an jedem heißen Tag zusätzliche Stunden schwerer körperlicher Arbeit.
Genau hier setzt deine Futterspende an: Rund drei Tonnen Hundefutter werden jeden Monat gebraucht, und jeder Euro, der nicht dafür aufgebracht werden muss, kann stattdessen in bessere Wasserzugänge, Gehege und Wetterschutz fließen – also in genau die Infrastruktur, die Monika und Daniel dringend brauchen, aber immer wieder verschieben müssen, weil Futter und medizinische Notfälle vorrangig sind.
Ausgesetzt, vergessen, allein gelassen
In und um Mazara del Vallo gehört das Schicksal ausgesetzter Tiere noch immer zum Alltag. Welpen werden in verlassenen Gebäuden zurückgelassen, kranke und alte Hunde ihrem Schicksal überlassen, andere trotz Besitzer schlecht gehalten oder misshandelt. Für viele Menschen vor Ort endet die Verantwortung mit einem Anruf im Tierheim. Für Monika und Daniel beginnt sie dann erst – sie müssen das Tier suchen, versorgen und oft für Jahre ein Zuhause bieten. Direkt in Mazara del Vallo gibt es kein weiteres vergleichbares privates Tierheim – was anderswo auf mehrere Schultern verteilt werden könnte, landet hier immer wieder bei denselben zwei Menschen.
Wenn das Wasser nicht reicht – und später zu viel wird
Aktuell ist es vor allem die Wasserversorgung, die das Tierheim an seine Grenzen bringt. Nachts liegen die Temperaturen bei etwa 25 Grad, tagsüber deutlich über 30 Grad – und das vorhandene Wasser reicht gerade aus, um die rund 200 Hunde mit dem Nötigsten zu versorgen. Feste Wasserleitungen zu den einzelnen Gehegen gibt es nicht: Große Tanks von etwa 1.000 Litern werden gefüllt, das Wasser dann mit Eimern weiterverteilt. Was zunächst nach einem reinen Infrastrukturproblem klingt, wird bei 200 Tieren und Temperaturen über 30 Grad zu einer täglichen körperlichen Belastung.
Im Winter kehrt sich das Problem dann um: Statt Wassermangel stellen nun Überschwemmungen eine Gefahr dar: Sie können die einfachen Gehege durchnässen und bei den Hunden zum Beispiel Hautprobleme begünstigen. Ein Erfolg zeigt immerhin, wie viel bessere Infrastruktur bewirken kann: Neue Lagercontainer schützen das Futter inzwischen besser vor Wasser und Nagetieren – ein Problem, das früher immer wieder ganze Vorräte vernichtete.
Ein Mann, ein riesiges Gelände, keine Pause
„Aktuell schmeißt Daniel schon den Laden ziemlich alleine“, fasst David die Lage zusammen. Neben rund 200 Hunden im Tierheim versorgt er auch etwa 30 Straßenhunde außerhalb des Geländes mit. Ein einheimischer Helfer unterstützt seit einigen Monaten stundenweise gegen Bezahlung, mehrmals im Jahr reisen zusätzlich Mitglieder von mille animali nach Sizilien, um liegen gebliebene Reparaturen nachzuholen. Der Wunsch der beiden ist dabei bescheiden: Es geht nicht um Urlaub oder Freizeit, sondern darum, dass Daniel an einem langen Tag vielleicht eine Stunde früher schlafen gehen kann. Immer wieder kommen zudem Welpenwellen von 20, 30 oder sogar 40 Tieren gleichzeitig hinzu, die ohne lange Planung sofort versorgt werden müssen.
Laura und Ares – wenn plötzlich Kosten entstehen, die niemand einplanen konnte
Die scheue Straßenhündin Laura lebt direkt vor dem Tierheim, wo sie auch kastriert wurde. Vor wenigen Monaten wurde sie von einem Auto schwer verletzt – vermutlich sogar absichtlich. Ein komplizierter Beinbruch musste operiert werden, mittlerweile geht es ihr deutlich besser. Der junge Hund Ares kam Mitte Oktober 2025 zur Welt, überstand eine schwere Parvovirose, kann heute aber nur noch Kopf und Schwanz bewegen. Vermutet wird eine Nerven- oder Muskelerkrankung; er wurde in einer Klinik in Palermo behandelt und erhält dort regelmäßig Physiotherapie – für rund 500 Euro pro Woche.
Im Mai geriet auch das Tierheim selbst in Gefahr, als ein Feuer nahe an das Gelände heranrückte. Tiere und Gebäude blieben unversehrt – der Vorfall zeigt aber, dass zur täglichen Versorgung auch Risiken hinzukommen, auf die Monika und Daniel kaum Einfluss haben.
Was deine Futterspende bewirkt
Rund drei Tonnen Hundefutter werden im Tierheim jeden Monat gebraucht – und diese Menge muss Monat für Monat aufs Neue organisiert und finanziert werden. „Im Endeffekt ist das Futter das Allerwichtigste. Das sorgt überhaupt dafür, dass die Tiere überleben können“, so David. Jeder Cent, der nicht für Futter aufgebracht werden muss, kann stattdessen in bessere Gehege, verlässliche Wasserzugänge und Wetterschutz fließen – genau die Investitionen, die Monika und Daniel aktuell am dringendsten brauchen, aber immer wieder verschieben müssen.
Eine verlässliche Futterlieferung schenkt dem Projekt damit nicht nur volle Näpfe, sondern auch Zeit und die Möglichkeit, endlich wieder zu gestalten statt nur zu reagieren.
Träger und Verantwortliche
