Drei Zufluchtsorte und eine gemeinsame Sorge

Rumänien

+++ Rumänische Realität – Ein Land zwischen Mitgefühl und Tierleid +++ Drei Projekte, aber eine gemeinsame Verantwortung +++ Warum Vermittlungen Leben retten +++ Menschen, die niemals wegsehen +++ Hunde und Menschen brauchen jetzt deinen Support! +++

„Wir helfen nicht nur den Hunden. Wir helfen den Menschen, die Tag für Tag Verantwortung für sie übernehmen. Denn wenn sie aufgeben müssen, verlieren auch ihre Hunde alles.“ – Kirsten von Save a Dog Romania.

237 Hunde leben aktuell in drei kleinen Tierschutzprojekten in Bukarest, Moara Vlasei und Tantava in Rumänien, die von Save a Dog Romania unterstützt werden. Sie alle wurden gerettet – aus Tötungsstationen, von der Straße oder aus einem Leben, in dem niemand mehr für sie verantwortlich sein wollte. Doch gerettet zu werden ist nur der Anfang. Jeden Tag müssen sie gefüttert, medizinisch versorgt und sicher untergebracht werden.

Dafür kämpfen Nicoleta, Carmen Dodi und das Team des APA Shelters. Sie geben den Hunden nicht nur ein Zuhause, sondern tragen jeden Tag die Verantwortung für ihr Leben. Die größte Sorge begleitet sie dabei immer wieder aufs Neue: Reicht das Futter auch morgen noch?

Denn Futter bedeutet weit mehr als volle Näpfe. Es gibt den Projekten die Möglichkeit, ihre Hunde weiter zu versorgen – und schafft gleichzeitig finanziellen Spielraum für Tierarztkosten, Medikamente und alles, was die Tiere zusätzlich brauchen. „Was wir machen, ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein – aber für diese Hunde bedeutet dieser Tropfen die Welt.“ 

Bitte spende Futter, um den hungrigen Hunden Kraft und ihren hingebungsvollen Menschen Hoffnung zu schenken!

Fortschritte im Tierschutz, aber die Not bleibt
Rumänien hat in den vergangenen Jahren im Tierschutz wichtige Fortschritte gemacht. Es gibt engagierte Tierärzte und Tierärztinnen, kostenlose Kastrationsprogramme und mobile Teams, die selbst entlegene Dörfer erreichen. Immer mehr Menschen, die wirklich Verantwortung übernehmen möchten. Und dennoch bleibt das Leid der Straßentiere allgegenwärtig. Was diese Not am Köcheln hält, hat immer gleiche Ursachen: Unkastrierte Hunde bekommen immer neue Welpen und weiterhin werden viele Welpen und Jungtiere ausgesetzt oder schlimmeres: „Die Welpen werden dann einfach entsorgt, ausgesetzt oder in einer Kiste in ein Shelter gebracht oder sogar über den Zaun geworfen“, sagt Kirsten. Viele Straßenhunde landen schließlich in staatlichen Auffangstationen, aus denen sie oft nie wieder herauskommen. Dabei wäre es falsch, die Menschen in Rumänien pauschal zu verurteilen. Viele Familien leben selbst unter schwierigen Bedingungen. Häufig fehlen Geld, Transportmöglichkeiten oder schlicht das Wissen über Kastrationen und nachhaltigen Tierschutz. Die Folgen tragen am Ende aber immer dieselben Menschen: Private Tierschützer:innen, die nicht wegsehen können – und die Verantwortung für Hunde übernehmen, die sonst niemand mehr haben möchte.

Von maximalem Einsatz bis zur Aufopferung – drei Tierschutzprojekte geben alles
Save a Dog Romania betreibt kein eigenes Tierheim, sondern leistet Support-Arbeit für drei völlig unterschiedliche Projekte, die mit Situationen klarkommen müssen, in denen es ohne Hilfe nicht geht, denn: „Eigentlich ist es eine konstante Notsituation.“ Im APA Shelter in Bukarest, leben rund 100 Hunde, etwa 60 davon sind Senioren. Seit 2021 dürfen dort zwar keine neuen Hunde mehr aufgenommen werden, aber wenigstens dürfen die vorhandenen Hunde bleiben – bis an ihr Lebensende. Viele sind schon alt, einige krank und eigentlich ist keiner mehr vermittelbar. APA ist für sie der letzte sichere Ort. Nicoleta kümmert sich um 96 Hunde in Moara Vlasei, darunter 71 ehemalige Tötungshunde. Eigentlich sollte deren Rettung nur vorübergehend sein. Aber das Schicksal wollte, dass aus einer einmaligen Hilfsaktion eine lebenslange Verantwortung entstand. Heute versorgt sie die Hunde unter schwierigen Bedingungen: „Wenn es regnet, stehen manche Hunde bis zu den Ellenbogen im Matsch. Das ist eine Katastrophe.“ Jeden Tag kämpft Nicoleta darum, alle zu versorgen. Tierschützerin Carmen Dodi konnte noch nie einem Hund in Not den Rücken kehren. Obwohl sie über siebzig Jahre alt ist, versorgt sie in Tantava 41 Hunde liebevoll und aufopferungsvoll – Tiere, die sonst niemand aufgenommen hätte und deren Leben vermutlich längst zu Ende gewesen wäre. Zusammen tragen diese drei Projekte die Verantwortung für 237 Hunde. Damit sie auch morgen versorgt werden können, braucht es vor allem eines: Genügend Futter.

Vermittlungen retten Hundeseelen doppelt
Kirsten erklärt: „Unsere Stärke ist die Vermittlung – dann gibt es weniger Mäuler zu stopfen.“ Vermittlungen schenken Hunden nicht nur eine Zukunft, sondern entlasten gleichzeitig die Projekte. Jeder Hund, der ein liebevolles Zuhause findet, gewinnt eine Zukunft – und hinterlässt einen Platz und finanzielle Luft für die Hunde, die bleiben. Doch nicht jeder Hund kann vermittelt werden. Im APA Shelter leben überwiegend alte Hunde, die ihren Lebensabend dort verbringen dürfen. Auch Nicoleta vermittelt inzwischen sehr behutsam, weil viele ihrer Hunde traumatisiert oder gesundheitlich so eingeschränkt sind, dass sie in ihrer vertrauten Umgebung besser aufgehoben sind. Für sie bleibt das Shelter ihr Zuhause – und genau deshalb brauchen sie jeden Tag Menschen, die sich weiter um sie kümmern.

Menschen, die niemals wegsehen
Was Save a Dog Romania besonders macht, sind nicht Gebäude oder Zwinger, sondern die Menschen hinter den Projekten. Sie alle haben sich entschieden, Verantwortung zu übernehmen, obwohl sie niemand dazu verpflichtet hat. Was das für die Tiere heißt, bringt Kirsten klar auf den Punkt: „Aus einem Leben voller Angst und Unsicherheit ist ein Leben voller Liebe entstanden.“ Nicoleta füllt jeden Tag die Näpfe für fast einhundert Hunde. Carmen steht jeden Morgen wieder für ihre 41 Schützlinge auf. Und der Leiter des APA Shelters finanziert einen Großteil der Versorgung seiner Hunde sogar aus eigener Tasche. Save a Dog Romania hilft deshalb nicht nur den Hunden. Der Verein trägt auch die Menschen, die diese Hunde Tag für Tag versorgen. Denn wenn sie zusammenbrechen, verlieren auch ihre Tiere ihr Zuhause und ihre Zukunft.

Bitte unterstütze auch du die rumänischen Fellnasen!
Mit deiner Futterspende füllst du nicht nur Näpfe. Du hilfst Nicoleta, ihre Gehege Schritt für Schritt zu verbessern. Du gibst Carmen die Möglichkeit, ihre alten Hunde medizinisch zu versorgen. Du entlastest den Leiter des APA Shelters, der den letzten sicheren Zufluchtsort für rund 100 alte Hunde seit Jahren zu einem großen Teil aus eigener Tasche finanziert. Und du stärkst das besondere Konzept von Save a Dog Romania: Nicht möglichst viele Hunde zu retten, sondern Verantwortung für die zu übernehmen, die bereits gerettet wurden und nirgendwo anders hin können. „Wenn wir Futter haben, können wir das Geld für Tierarztkosten oder andere Dinge einsetzen.“

Jede Futterspende schenkt deshalb weit mehr als eine Mahlzeit. Sie schafft Handlungsspielraum für die Menschen, die Tag für Tag alles dafür geben, dass ihre Hunde in Sicherheit leben können. Und sie sorgt dafür, dass unerwartete Tierarztkosten oder notwendige Reparaturen nicht zulasten der täglichen Versorgung gehen. Alle 237 Hunde haben diese Chance verdient – unabhängig von ihrem Alter, ihrer Vergangenheit oder ihren Vermittlungschancen.

Träger und Verantwortliche

Pfötchenhilfe Herzensstreuner e.V.

Unterföhring