Versorgung von 450 Katzen auf der Kippe
+++ Immer neue Kitten und schleppende Vermittlungen lassen kaum Entlastung zu +++ Rund 450 Katzen an zahlreichen Orten auf Hilfe angewiesen +++ Zwei Tierschützerinnen kämpfen trotz Anfeindungen und erschöpfter Kräfte +++ Wenn Menschen die Kontrolle verlieren, ist großes Leid die Folge +++
„Futter ist die größte Herausforderung – die fressen echt was weg.“ – Bianca, Vorsitzende von Strolchi Tierhilfe e.V.
In den benachbarten bulgarischen Küstenstädten Burgas und Pomorie, wie auch in den ländlichen Gebieten ringsum, gehören Straßenkatzen zum Alltag. Hinter einer scheinbar harmlosen Normalität machen Hunger, Krankheiten, die Gefahren der Straße und Gewalt den Vierbeinern das Leben schwer. Während die meisten Menschen an diesem Leid vorbeigehen, versuchen wenige engagierte Tierschützerinnen, den Katzen eine bessere Zukunft zu geben.
Zwei von ihnen sind Ivalia und Dida. Gemeinsam versorgen sie rund 450 Katzen - Ivaila kümmert sich um ca. 400, Dida um 50. Unterstützung erhalten die beiden vom deutschen Verein Strolchi Tierhilfe e.V. Doch die Verantwortung für so viele Leben können sie kaum noch tragen. Neue Katzen kommen hinzu, Vermittlungen bleiben aus und die Futtervorräte sind schneller aufgebraucht, als neue finanziert werden können. Nun steht auch noch der Winter bevor. „Kein Futter zu haben ist schlimm“, bringt Bianca die größte Sorge auf den Punkt.
Denn während jeden Tag Hunderte Näpfe gefüllt werden müssen, wird das dafür ausgegebene Geld eigentlich an anderer Stelle gebraucht – bei Kastrationen, medizinischen Behandlungen oder dem nächsten verletzten Fundtier.
Bitte spende Futter, damit 450 Katzen weiterhin täglich versorgt werden können!
Die teuren Vorräte schmelzen wie Schnee in der Sonne
30 Säcke Trockenfutter kosten inzwischen knapp 1.200 Euro. Eine gewaltige Summe - und trotzdem ist jede Bestellung in kürzester Zeit wieder aufgebraucht.. „Die halten nicht mehr einen Monat“, berichtet Bianca. Auch das Nassfutter verschwindet in erschreckendem Tempo: Von zwei Paletten war eine bereits nach weniger als drei Wochen aufgebraucht. Dabei lässt sich die nächste Lieferung nicht einfach bestellen, solange das Geld dafür fehlt. „Bis du das Geld erst einmal zusammengesammelt hast“, beschreibt Bianca den ständigen Kampf um die Versorgung. So beginnt die Sorge immer wieder von vorn, während der Hunger der Katzen keinen Aufschub kennt. Eine große Futterlieferung würde diesen Kreislauf zumindest für eine Weile durchbrechen.
Arbeit ohne Atempausen
Auch bei den Neuaufnahmen gibt es kaum eine Verschnaufpause. Obwohl die vorhandenen Plätze mit rund 450 Katzen längst ausgelastet sind, tauchen immer wieder neue auf. Selbst die früher üblichen Kittenzeiten haben sich verändert. „Früher gab es ja mal im Frühjahr und im Herbst Kitten. Und jetzt kriegen die pausenlos Nachwuchs – wir hatten schon Kitten, die sind im Dezember geboren.“ Gerade waren die letzten zehn Kitten aus dem Gröbsten raus, da wurden auf dem Grundstück von Ivailas Mutter schon wieder neue Babykatzen gemeldet. Praktisch heißt das: Kaum ist ein Wurf aufgepäppelt, kastriert und bereit für ein neues Zuhause, beginnt die Arbeit von vorn. Doch da die Vermittlungen derzeit schlecht laufen, bleiben viele Tiere länger und die Gesamtzahl wächst weiter. „Aufnahmestopp gibt es, glaube ich, nie.“
Viele Tiere, weite Wege
Wie viel Arbeit hinter der Versorgung steckt, zeigt ein Blick auf die verschiedenen Unterbringungsorte: Ivaila versorgt etwa 100 Tiere in ihrem Katzenhaus und weitere 150 auf dem Grundstück ihrer Mutter, rund 35 Kilometer entfernt. Dazu kommen ungefähr 150 Katzen an vier bis fünf Futterstellen, die sie etwa alle zwei Tage anfährt. Dida hingegen versorgt 20 Katzen in ihrer Zweizimmerwohnung und weitere 30 in einem neu angemieteten Katzenapartment. „Selbst 20 sind schon viel“, sagt Bianca . Beide Frauen füttern, lassen kastrieren, kontrollieren Tiere, nehmen Notfälle auf und kümmern sich um neue Fundkatzen. Die kommunalen Kastrationsprogramme sind nur für Straßenkatzen vorgesehen. Deshalb übernimmt Strolchi Tierhilfe die Kastrationskosten für alle Tiere, die dauerhaft in eigene Unterkünfte aufgenommen werden.
Sie helfen den Tieren – gegen alle Widerstände
Dass diese Arbeit nicht nur Kraft und Geld kostet, zeigt besonders Didas Geschichte. Weil sie sich für Kastrationen einsetzte, wurde sie zur Zielscheibe massiver Anfeindungen. Man warf ihr unter anderem vor, Katzen zu stehlen, Fell zu verkaufen oder Chips zu entfernen. Es kam zu juristischen Auseinandersetzungen und sogar zu einem Einbruch in ihr damaliges Katzenapartment, bei dem versucht wurde, Tiere freizulassen. „Die haben uns so die Hölle heiß gemacht. Also es war echt eine Katastrophe.“ Am Ende verlor Dida ihr Tiernahrungsgeschäft und die frühere Unterbringungsmöglichkeit. Aufgeben war für sie trotzdem nie eine Option: Sie mietete neue Räume an und nahm einen Teil der Katzen mit in ihre Wohnung. Auch Ivaila stellt neben ihrer Arbeit einen großen Teil ihres Lebens in den Dienst der Tiere. „Ich bewundere sie sowieso“, sagt Bianca. Denn trotz aller Rückschläge versuchen beide, den Katzen weiterhin den Schutz zu geben, den sie anderswo nicht finden.
Hinter 450 Katzen stehen 450 Schicksale – und jedes wird gesehen
Jede Katze hat ihre eigene Geschichte, so auch zum Beispiel Kater Akan: Er wurde brutal misshandelt und erlitt mehrere Frakturen. Die körperlichen Verletzungen waren schlimm genug, doch auch die Angst ist geblieben. Zu Bianca hat er inzwischen Vertrauen gefasst, andere Menschen meidet er weiterhin. „Der wurde misshandelt, gegen seinen Kopf getreten und hatte mehrere Frakturen“, erzählt Bianca. Akan zeigt, dass eine Rettung oft erst der Anfang ist. Manche Katzen brauchen lange medizinische Behandlungen, andere Monate oder Jahre, um wieder Vertrauen zu fassen. Und nicht für jede findet sich irgendwann ein neues Zuhause. Gerade diese Tiere sind auf Menschen angewiesen, die sie nicht aufgeben, wenn ihre Versorgung schwierig oder langwierig wird. Ivaila und Dida geben ihnen diese Chance – und übernehmen damit oft eine Verantwortung für viele Jahre.
Zahlreiche Notfälle auf einen Schlag
Manchmal trifft das Leid nicht nur einzelne Tiere, sondern gleich Dutzende. Immer wieder werden Fälle von Animal Hoarding bekannt, bei denen Menschen mit der Haltung ihrer Katzen völlig überfordert sind und sich die Tiere unkontrolliert vermehren. In einer kleinen Zweizimmerwohnung wurden beispielsweise rund 35 Katzen entdeckt, viele davon in erschreckendem Zustand. „Das war wirklich auch für sie ein Schock, wie die alle ausgesehen haben.“ Ein weiterer Fall wurde nach dem Tod einer Frau in Pomorie bekannt. Solche Situationen zeigen, wie schnell aus Überforderung großes Tierleid entstehen kann. Für Ivaila und Dida sind sie besonders belastend: Sie möchten helfen, doch ihre eigenen Unterkünfte sind bereits voll. Selbst wenn dringend Hilfe gebraucht wird, können sie nicht unbegrenzt weitere Katzen aufnehmen.
Eine dringende Bitte an Dich
Für die rund 450 Katzen gibt es keinen Tag, an dem die Versorgung einfach aussetzen kann. Und jetzt steht auch noch der Winter vor der Tür. Dann brauchen vor allem die Straßenkatzen noch mehr Futter, um nicht zu erfrieren. Und währenddessen werden weiterhin Kitten geboren, Notfälle gefunden und die Vermittlungen kommen nur langsam voran. Die Versorgung der Tiere und die gesamte Fortführung der Arbeit von Ivaida und Dida hängt davon ab, ob verlässlich ausreichend Futter da ist. „Wenn ihr einen Aufruf macht, dann hoffe ich, dass ganz viele Leute spenden“, sagt Bianca. Futterspenden nehmen den Druck dort, wo er derzeit am größten ist: Bei den täglichen Mahlzeiten.
Hilf mit einer Futterspende dabei, dass die Näpfe von Ivailas und Didas rund 450 Katzen weiterhin täglich gefüllt werden können – auch im bevorstehenden Winter.
+++ Immer neue Kitten und schleppende Vermittlungen lassen kaum Entlastung zu +++ Rund 450 Katzen an zahlreichen Orten auf Hilfe angewiesen +++ Zwei Tierschützerinnen kämpfen trotz Anfeindungen und erschöpfter Kräfte +++ Wenn Menschen die Kontrolle verlieren, ist großes Leid die Folge +++
„Futter ist die größte Herausforderung – die fressen echt was weg.“ – Bianca, Vorsitzende von Strolchi Tierhilfe e.V.
In den benachbarten bulgarischen Küstenstädten Burgas und Pomorie, wie auch in den ländlichen Gebieten ringsum, gehören Straßenkatzen zum Alltag. Hinter einer scheinbar harmlosen Normalität machen Hunger, Krankheiten, die Gefahren der Straße und Gewalt den Vierbeinern das Leben schwer. Während die meisten Menschen an diesem Leid vorbeigehen, versuchen wenige engagierte Tierschützerinnen, den Katzen eine bessere Zukunft zu geben.
Zwei von ihnen sind Ivalia und Dida. Gemeinsam versorgen sie rund 450 Katzen - Ivaila kümmert sich um ca. 400, Dida um 50. Unterstützung erhalten die beiden vom deutschen Verein Strolchi Tierhilfe e.V. Doch die Verantwortung für so viele Leben können sie kaum noch tragen. Neue Katzen kommen hinzu, Vermittlungen bleiben aus und die Futtervorräte sind schneller aufgebraucht, als neue finanziert werden können. Nun steht auch noch der Winter bevor. „Kein Futter zu haben ist schlimm“, bringt Bianca die größte Sorge auf den Punkt.
Denn während jeden Tag Hunderte Näpfe gefüllt werden müssen, wird das dafür ausgegebene Geld eigentlich an anderer Stelle gebraucht – bei Kastrationen, medizinischen Behandlungen oder dem nächsten verletzten Fundtier.
Bitte spende Futter, damit 450 Katzen weiterhin täglich versorgt werden können!
Die teuren Vorräte schmelzen wie Schnee in der Sonne
30 Säcke Trockenfutter kosten inzwischen knapp 1.200 Euro. Eine gewaltige Summe - und trotzdem ist jede Bestellung in kürzester Zeit wieder aufgebraucht.. „Die halten nicht mehr einen Monat“, berichtet Bianca. Auch das Nassfutter verschwindet in erschreckendem Tempo: Von zwei Paletten war eine bereits nach weniger als drei Wochen aufgebraucht. Dabei lässt sich die nächste Lieferung nicht einfach bestellen, solange das Geld dafür fehlt. „Bis du das Geld erst einmal zusammengesammelt hast“, beschreibt Bianca den ständigen Kampf um die Versorgung. So beginnt die Sorge immer wieder von vorn, während der Hunger der Katzen keinen Aufschub kennt. Eine große Futterlieferung würde diesen Kreislauf zumindest für eine Weile durchbrechen.
Arbeit ohne Atempausen
Auch bei den Neuaufnahmen gibt es kaum eine Verschnaufpause. Obwohl die vorhandenen Plätze mit rund 450 Katzen längst ausgelastet sind, tauchen immer wieder neue auf. Selbst die früher üblichen Kittenzeiten haben sich verändert. „Früher gab es ja mal im Frühjahr und im Herbst Kitten. Und jetzt kriegen die pausenlos Nachwuchs – wir hatten schon Kitten, die sind im Dezember geboren.“ Gerade waren die letzten zehn Kitten aus dem Gröbsten raus, da wurden auf dem Grundstück von Ivailas Mutter schon wieder neue Babykatzen gemeldet. Praktisch heißt das: Kaum ist ein Wurf aufgepäppelt, kastriert und bereit für ein neues Zuhause, beginnt die Arbeit von vorn. Doch da die Vermittlungen derzeit schlecht laufen, bleiben viele Tiere länger und die Gesamtzahl wächst weiter. „Aufnahmestopp gibt es, glaube ich, nie.“
Viele Tiere, weite Wege
Wie viel Arbeit hinter der Versorgung steckt, zeigt ein Blick auf die verschiedenen Unterbringungsorte: Ivaila versorgt etwa 100 Tiere in ihrem Katzenhaus und weitere 150 auf dem Grundstück ihrer Mutter, rund 35 Kilometer entfernt. Dazu kommen ungefähr 150 Katzen an vier bis fünf Futterstellen, die sie etwa alle zwei Tage anfährt. Dida hingegen versorgt 20 Katzen in ihrer Zweizimmerwohnung und weitere 30 in einem neu angemieteten Katzenapartment. „Selbst 20 sind schon viel“, sagt Bianca . Beide Frauen füttern, lassen kastrieren, kontrollieren Tiere, nehmen Notfälle auf und kümmern sich um neue Fundkatzen. Die kommunalen Kastrationsprogramme sind nur für Straßenkatzen vorgesehen. Deshalb übernimmt Strolchi Tierhilfe die Kastrationskosten für alle Tiere, die dauerhaft in eigene Unterkünfte aufgenommen werden.
Sie helfen den Tieren – gegen alle Widerstände
Dass diese Arbeit nicht nur Kraft und Geld kostet, zeigt besonders Didas Geschichte. Weil sie sich für Kastrationen einsetzte, wurde sie zur Zielscheibe massiver Anfeindungen. Man warf ihr unter anderem vor, Katzen zu stehlen, Fell zu verkaufen oder Chips zu entfernen. Es kam zu juristischen Auseinandersetzungen und sogar zu einem Einbruch in ihr damaliges Katzenapartment, bei dem versucht wurde, Tiere freizulassen. „Die haben uns so die Hölle heiß gemacht. Also es war echt eine Katastrophe.“ Am Ende verlor Dida ihr Tiernahrungsgeschäft und die frühere Unterbringungsmöglichkeit. Aufgeben war für sie trotzdem nie eine Option: Sie mietete neue Räume an und nahm einen Teil der Katzen mit in ihre Wohnung. Auch Ivaila stellt neben ihrer Arbeit einen großen Teil ihres Lebens in den Dienst der Tiere. „Ich bewundere sie sowieso“, sagt Bianca. Denn trotz aller Rückschläge versuchen beide, den Katzen weiterhin den Schutz zu geben, den sie anderswo nicht finden.
Hinter 450 Katzen stehen 450 Schicksale – und jedes wird gesehen
Jede Katze hat ihre eigene Geschichte, so auch zum Beispiel Kater Akan: Er wurde brutal misshandelt und erlitt mehrere Frakturen. Die körperlichen Verletzungen waren schlimm genug, doch auch die Angst ist geblieben. Zu Bianca hat er inzwischen Vertrauen gefasst, andere Menschen meidet er weiterhin. „Der wurde misshandelt, gegen seinen Kopf getreten und hatte mehrere Frakturen“, erzählt Bianca. Akan zeigt, dass eine Rettung oft erst der Anfang ist. Manche Katzen brauchen lange medizinische Behandlungen, andere Monate oder Jahre, um wieder Vertrauen zu fassen. Und nicht für jede findet sich irgendwann ein neues Zuhause. Gerade diese Tiere sind auf Menschen angewiesen, die sie nicht aufgeben, wenn ihre Versorgung schwierig oder langwierig wird. Ivaila und Dida geben ihnen diese Chance – und übernehmen damit oft eine Verantwortung für viele Jahre.
Zahlreiche Notfälle auf einen Schlag
Manchmal trifft das Leid nicht nur einzelne Tiere, sondern gleich Dutzende. Immer wieder werden Fälle von Animal Hoarding bekannt, bei denen Menschen mit der Haltung ihrer Katzen völlig überfordert sind und sich die Tiere unkontrolliert vermehren. In einer kleinen Zweizimmerwohnung wurden beispielsweise rund 35 Katzen entdeckt, viele davon in erschreckendem Zustand. „Das war wirklich auch für sie ein Schock, wie die alle ausgesehen haben.“ Ein weiterer Fall wurde nach dem Tod einer Frau in Pomorie bekannt. Solche Situationen zeigen, wie schnell aus Überforderung großes Tierleid entstehen kann. Für Ivaila und Dida sind sie besonders belastend: Sie möchten helfen, doch ihre eigenen Unterkünfte sind bereits voll. Selbst wenn dringend Hilfe gebraucht wird, können sie nicht unbegrenzt weitere Katzen aufnehmen.
Eine dringende Bitte an Dich
Für die rund 450 Katzen gibt es keinen Tag, an dem die Versorgung einfach aussetzen kann. Und jetzt steht auch noch der Winter vor der Tür. Dann brauchen vor allem die Straßenkatzen noch mehr Futter, um nicht zu erfrieren. Und währenddessen werden weiterhin Kitten geboren, Notfälle gefunden und die Vermittlungen kommen nur langsam voran. Die Versorgung der Tiere und die gesamte Fortführung der Arbeit von Ivaida und Dida hängt davon ab, ob verlässlich ausreichend Futter da ist. „Wenn ihr einen Aufruf macht, dann hoffe ich, dass ganz viele Leute spenden“, sagt Bianca. Futterspenden nehmen den Druck dort, wo er derzeit am größten ist: Bei den täglichen Mahlzeiten.
Hilf mit einer Futterspende dabei, dass die Näpfe von Ivailas und Didas rund 450 Katzen weiterhin täglich gefüllt werden können – auch im bevorstehenden Winter.
Träger und Verantwortliche
