Sandras Lebenswerk muss weiterleben
+++ Der Tod von Tierheimleiterin Sandra hinterlässt eine riesige Lücke +++ Trotz Trauer muss das Shelter weiterlaufen +++ Weniger Auslauf, Pflege und individuelle Betreuung – weil Helfer:innen fehlen +++ Personelle Notlage wird zur Zerreißprobe +++
„Herbst, Winter – das wird jetzt nochmal eine Zerreißprobe.“ – Denise, Tierschützerin von Pfote sucht Glück e.V.
Seit mehr als drei Jahrzehnten gibt es das Tierheim Butimanu in Rumänien und seit zehn Jahren wird es vom deutschen Verein Pfote sucht Glück e.V. unterstützt. Für Tierschützerin Sandra Andrei war es weit mehr als ein Tierheim - es war ihr Lebenswerk. Fast jeden Tag war sie bei ihren Hunden, hielt den Alltag zusammen und kümmerte sich um das, was andere längst nicht mehr schafften. Ihr Tod im Januar 2025 hat eine Lücke hinterlassen, die bis heute niemand schließen konnte.
Heute leben rund 90 Hunde im Tierheim, etwa 20 weitere werden regelmäßig außerhalb versorgt. Doch die Arbeit ist kaum noch zu schaffen, denn von ehemals drei Arbeiterinnen ist nur noch Ionella dauerhaft vor Ort. Seit Anfang August arbeitet sie sieben Tage jede Woche. Sie füttert, reinigt und versucht aufzufangen, was eigentlich mehrere Menschen gemeinsam leisten müssten. Und während ihre Kräfte jeden Tag gebraucht werden, werden in der Region weiterhin Hunde ausgesetzt und unkastrierte Tiere bekommen Nachwuchs.
Doch trotz dieser schwierigen Situation gibt es auch Fortschritte, die Hoffnung machen. Junge, engagierte Tierärzte unterstützen inzwischen regelmäßig bei Kastrationen. Seit Ende Mai konnten bereits mehr als 30 Tiere kastriert werden. Jeder Eingriff bedeutet weniger Welpen, denen später Hunger, Krankheit oder ein Leben auf der Straße drohen. Doch damit diese Arbeit weitergehen kann, muss das kleine Team an anderer Stelle entlastet werden – besonders jetzt, bevor Herbst und Winter den ohnehin schweren Alltag noch verschärfen. Eine gesicherte Futterversorgung nimmt Ionella nicht nur eine tägliche Sorge - sie schenkt ihr auch wertvolle Zeit, die sie nicht für die Beschaffung von Futter aufwenden muss. Hinzu kommt, dass eine Futterlieferung das kleine Budget entlastet und so Spendengelder für Kastrationen und medizinische Notfälle frei macht. „So eine Futterspende ist wirklich Gold wert“, fasst Denise es zusammen.
Bitte hilf mit deiner Futterspende, damit Sandras Lebenswerk nicht an der täglichen Überlastung zerbricht, die Hunde zuverlässig versorgt bleiben und Ionella diesen Weg nicht allein gehen muss.
Ein Tierheim, das eine Frau über Jahrzehnte getragen hat
Als Pfote sucht Glück e.V. 2016 die Unterstützung begann, lebten etwa 180 Hunde im Tierheim Butimanu. Heute sind es nur noch rund 90 – die Zahl wurde bewusst reduziert, um die Tiere besser versorgen und verantwortungsvoll vermitteln zu können. Sandra Andrei hat diese Entwicklung entscheidend geprägt. Sie war dabei weit mehr als eine Tierheimleiterin. Sie war die Konstante, die den Alltag zusammenhielt. Wenn andere Feierabend machten, blieb sie noch im Tierheim, sah nach den Hunden und kümmerte sich um alles, was zusätzlich zu tun war. Ihr Tod hinterlässt eine Lücke, die sich nicht einfach durch eine neue Stellenbesetzung schließen lässt. „Sie war jeden Tag im Tierheim“, erzählt Denise. Selbst als ihre Krebserkrankung zurückkehrte und sie nicht mehr selbst fahren konnte, ließ Sandra sich mit dem Taxi zu ihren Hunden bringen.
Nun soll ihr Herzensprojekt weiterbestehen. Raluca, ihre Nichte, führt die Foundation weiter – neben Beruf, drei Kindern und der Fürsorge für ihren kranken Vater. Carmen hat die Tierheimleitung übernommen, wohnt allerdings weiter entfernt und kann nicht oft vor Ort sein. Und Ionella, die seit fast neun Jahren im Shelter arbeitet, hält den täglichen Betrieb inzwischen nahezu allein aufrecht.
90 Hunde hängen an einer einzigen Arbeitskraft
Früher kümmerten sich drei Tierschützerinnen um die Hunde. Heute ist Ionella allein. Trotz Ausschreibungen, Aushängen und Aufrufen fand sich noch niemand, der dauerhaft im Tierheim arbeiten will. So schafft Ionella vor allem das, was keinen Aufschub duldet: Füttern, Wasser bereit stellen und Zwinger reinigen. Aber alles, was darüber hinausgeht, muss immer häufiger zurückstehen. Die Hunde kommen kaum noch regelmäßig in die beiden Ausläufe, Zusammenführungen sowie Leinen- und Geschirrtraining finden nur eingeschränkt statt, selbst für regelmäßige Fellpflege und individuelle Zuwendung fehlt die Zeit. „Es konnten keine Hunde mehr in die Ausläufe gesetzt werden. Das ist so traurig.“ Dabei wurde in Butimanu über Jahre genau dafür viel aufgebaut: Heizung, Futterlager, Kranken- und Quarantänecontainer, erneute Zwinger, Hütten und Ausläufe sind vorhanden. Aber Ionella kann die vielen Aufgaben zur vollständigen Nutzung der Möglichkeiten nicht alleine stemmen.
Wenn der Winter kommt, wird es eng
In den nächsten Monaten wird sich die Lage weiter verschärfen, denn die kalte Jahreszeit bringt zusätzliche Aufgaben mit sich: Schnee muss geräumt und nach starken Regenfällen Wasser vom Gelände gepumpt werden. Und die Tiere? Besonders für die vielen mittelalten und alten Hunde sind Herbst und Winter schwierig. Einige leiden unter Arthrose, alten Verletzungen oder anderen Beschwerden und brauchen in der kalten Jahreszeit mehr Aufmerksamkeit. Gleichzeitig hört auch außerhalb des Tierheims die Not nicht auf. Rund 20 Straßenhunde müssen weiterhin regelmäßig versorgt werden. Immerhin konnten die Hündinnen dort inzwischen gefangen und kastriert werden. Jeder dieser Eingriffe hilft zu verhindern, dass weitere Welpen in eine Region hineingeboren werden, in der für viele schon heute kein sicherer Platz vorhanden ist.
Futter hilft den Hunden - und entlastet Ionella
Normalerweise benötigen die Hunde jeden Monat 900 bis 1.050 Kilogramm Trockenfutter plus rund 240 Kilogramm Nassfutter. Durch den Personalmangel ist dieser Bedarf noch wichtiger geworden: Früher wurde zusätzlich für die Hunde gekocht, doch dafür fehlt Ionella inzwischen schlicht die Zeit. Futter bedeutet deshalb nicht nur volle Näpfe, sondern auch eine ganz praktische Entlastung in einem Alltag, in dem jede Stunde zählt. Das Geld, das nicht mehr für den Futterkauf benötigt wird, kann für andere Dinge eingesetzt werden: Medikamente, Behandlungen, die Pflege alter, kranker Hunde, Welpenmilch und den Einkauf unumgänglicher Dienstleistungen, so lange Personalnotstand herrscht. Zu den wichtigsten gehört aber nach wie vor die Kastrationsarbeit, damit der immer noch existierende Kreislauf aus Hunger, Not und Krankheit besiegt werden kann.
Jeder einzelne Napf hilft, Sandras Erbe fortzuführen
Das Tierheim Butimanu ist über Jahrzehnte gewachsen – ein Ort, in den Sandra ihre ganze Kraft gesteckt hat, weil die Tiere diesen Ort brauchen. „Im Juni hatte sie einen Aufruf gemacht, dass der Krebs jetzt doch siegt und dass sie einen Nachfolger für ihr wunderschönes Tierheim sucht. Es hat sich niemand gemeldet.“ Heute hängt die Versorgung der Hunde allein an der Kraft und der Ausdauer einer einzigen Frau, was wirklich heikel ist. „Sollte Ionella wegbrechen, krankheitsmäßig, oder sie kann sich ja auch mal das Bein brechen, dann ist niemand für die Hunde da.“ Das darf nicht passieren. Aber auf Dauer kann Ionella nicht sieben Tage pro Woche auffangen, was früher mehrere Menschen gemeinsam geleistet haben.
Bitte hilf mit einer Futterspende, damit Sandras Lebenswerk weiterleben kann – du schenkst Ionella Zeit, Hoffnung – und rund 90 Tierheimhunden sowie 20 weiteren auf den Straßen eine Zukunft.
+++ Der Tod von Tierheimleiterin Sandra hinterlässt eine riesige Lücke +++ Trotz Trauer muss das Shelter weiterlaufen +++ Weniger Auslauf, Pflege und individuelle Betreuung – weil Helfer:innen fehlen +++ Personelle Notlage wird zur Zerreißprobe +++
„Herbst, Winter – das wird jetzt nochmal eine Zerreißprobe.“ – Denise, Tierschützerin von Pfote sucht Glück e.V.
Seit mehr als drei Jahrzehnten gibt es das Tierheim Butimanu in Rumänien und seit zehn Jahren wird es vom deutschen Verein Pfote sucht Glück e.V. unterstützt. Für Tierschützerin Sandra Andrei war es weit mehr als ein Tierheim - es war ihr Lebenswerk. Fast jeden Tag war sie bei ihren Hunden, hielt den Alltag zusammen und kümmerte sich um das, was andere längst nicht mehr schafften. Ihr Tod im Januar 2025 hat eine Lücke hinterlassen, die bis heute niemand schließen konnte.
Heute leben rund 90 Hunde im Tierheim, etwa 20 weitere werden regelmäßig außerhalb versorgt. Doch die Arbeit ist kaum noch zu schaffen, denn von ehemals drei Arbeiterinnen ist nur noch Ionella dauerhaft vor Ort. Seit Anfang August arbeitet sie sieben Tage jede Woche. Sie füttert, reinigt und versucht aufzufangen, was eigentlich mehrere Menschen gemeinsam leisten müssten. Und während ihre Kräfte jeden Tag gebraucht werden, werden in der Region weiterhin Hunde ausgesetzt und unkastrierte Tiere bekommen Nachwuchs.
Doch trotz dieser schwierigen Situation gibt es auch Fortschritte, die Hoffnung machen. Junge, engagierte Tierärzte unterstützen inzwischen regelmäßig bei Kastrationen. Seit Ende Mai konnten bereits mehr als 30 Tiere kastriert werden. Jeder Eingriff bedeutet weniger Welpen, denen später Hunger, Krankheit oder ein Leben auf der Straße drohen. Doch damit diese Arbeit weitergehen kann, muss das kleine Team an anderer Stelle entlastet werden – besonders jetzt, bevor Herbst und Winter den ohnehin schweren Alltag noch verschärfen. Eine gesicherte Futterversorgung nimmt Ionella nicht nur eine tägliche Sorge - sie schenkt ihr auch wertvolle Zeit, die sie nicht für die Beschaffung von Futter aufwenden muss. Hinzu kommt, dass eine Futterlieferung das kleine Budget entlastet und so Spendengelder für Kastrationen und medizinische Notfälle frei macht. „So eine Futterspende ist wirklich Gold wert“, fasst Denise es zusammen.
Bitte hilf mit deiner Futterspende, damit Sandras Lebenswerk nicht an der täglichen Überlastung zerbricht, die Hunde zuverlässig versorgt bleiben und Ionella diesen Weg nicht allein gehen muss.
Ein Tierheim, das eine Frau über Jahrzehnte getragen hat
Als Pfote sucht Glück e.V. 2016 die Unterstützung begann, lebten etwa 180 Hunde im Tierheim Butimanu. Heute sind es nur noch rund 90 – die Zahl wurde bewusst reduziert, um die Tiere besser versorgen und verantwortungsvoll vermitteln zu können. Sandra Andrei hat diese Entwicklung entscheidend geprägt. Sie war dabei weit mehr als eine Tierheimleiterin. Sie war die Konstante, die den Alltag zusammenhielt. Wenn andere Feierabend machten, blieb sie noch im Tierheim, sah nach den Hunden und kümmerte sich um alles, was zusätzlich zu tun war. Ihr Tod hinterlässt eine Lücke, die sich nicht einfach durch eine neue Stellenbesetzung schließen lässt. „Sie war jeden Tag im Tierheim“, erzählt Denise. Selbst als ihre Krebserkrankung zurückkehrte und sie nicht mehr selbst fahren konnte, ließ Sandra sich mit dem Taxi zu ihren Hunden bringen.
Nun soll ihr Herzensprojekt weiterbestehen. Raluca, ihre Nichte, führt die Foundation weiter – neben Beruf, drei Kindern und der Fürsorge für ihren kranken Vater. Carmen hat die Tierheimleitung übernommen, wohnt allerdings weiter entfernt und kann nicht oft vor Ort sein. Und Ionella, die seit fast neun Jahren im Shelter arbeitet, hält den täglichen Betrieb inzwischen nahezu allein aufrecht.
90 Hunde hängen an einer einzigen Arbeitskraft
Früher kümmerten sich drei Tierschützerinnen um die Hunde. Heute ist Ionella allein. Trotz Ausschreibungen, Aushängen und Aufrufen fand sich noch niemand, der dauerhaft im Tierheim arbeiten will. So schafft Ionella vor allem das, was keinen Aufschub duldet: Füttern, Wasser bereit stellen und Zwinger reinigen. Aber alles, was darüber hinausgeht, muss immer häufiger zurückstehen. Die Hunde kommen kaum noch regelmäßig in die beiden Ausläufe, Zusammenführungen sowie Leinen- und Geschirrtraining finden nur eingeschränkt statt, selbst für regelmäßige Fellpflege und individuelle Zuwendung fehlt die Zeit. „Es konnten keine Hunde mehr in die Ausläufe gesetzt werden. Das ist so traurig.“ Dabei wurde in Butimanu über Jahre genau dafür viel aufgebaut: Heizung, Futterlager, Kranken- und Quarantänecontainer, erneute Zwinger, Hütten und Ausläufe sind vorhanden. Aber Ionella kann die vielen Aufgaben zur vollständigen Nutzung der Möglichkeiten nicht alleine stemmen.
Wenn der Winter kommt, wird es eng
In den nächsten Monaten wird sich die Lage weiter verschärfen, denn die kalte Jahreszeit bringt zusätzliche Aufgaben mit sich: Schnee muss geräumt und nach starken Regenfällen Wasser vom Gelände gepumpt werden. Und die Tiere? Besonders für die vielen mittelalten und alten Hunde sind Herbst und Winter schwierig. Einige leiden unter Arthrose, alten Verletzungen oder anderen Beschwerden und brauchen in der kalten Jahreszeit mehr Aufmerksamkeit. Gleichzeitig hört auch außerhalb des Tierheims die Not nicht auf. Rund 20 Straßenhunde müssen weiterhin regelmäßig versorgt werden. Immerhin konnten die Hündinnen dort inzwischen gefangen und kastriert werden. Jeder dieser Eingriffe hilft zu verhindern, dass weitere Welpen in eine Region hineingeboren werden, in der für viele schon heute kein sicherer Platz vorhanden ist.
Futter hilft den Hunden - und entlastet Ionella
Normalerweise benötigen die Hunde jeden Monat 900 bis 1.050 Kilogramm Trockenfutter plus rund 240 Kilogramm Nassfutter. Durch den Personalmangel ist dieser Bedarf noch wichtiger geworden: Früher wurde zusätzlich für die Hunde gekocht, doch dafür fehlt Ionella inzwischen schlicht die Zeit. Futter bedeutet deshalb nicht nur volle Näpfe, sondern auch eine ganz praktische Entlastung in einem Alltag, in dem jede Stunde zählt. Das Geld, das nicht mehr für den Futterkauf benötigt wird, kann für andere Dinge eingesetzt werden: Medikamente, Behandlungen, die Pflege alter, kranker Hunde, Welpenmilch und den Einkauf unumgänglicher Dienstleistungen, so lange Personalnotstand herrscht. Zu den wichtigsten gehört aber nach wie vor die Kastrationsarbeit, damit der immer noch existierende Kreislauf aus Hunger, Not und Krankheit besiegt werden kann.
Jeder einzelne Napf hilft, Sandras Erbe fortzuführen
Das Tierheim Butimanu ist über Jahrzehnte gewachsen – ein Ort, in den Sandra ihre ganze Kraft gesteckt hat, weil die Tiere diesen Ort brauchen. „Im Juni hatte sie einen Aufruf gemacht, dass der Krebs jetzt doch siegt und dass sie einen Nachfolger für ihr wunderschönes Tierheim sucht. Es hat sich niemand gemeldet.“ Heute hängt die Versorgung der Hunde allein an der Kraft und der Ausdauer einer einzigen Frau, was wirklich heikel ist. „Sollte Ionella wegbrechen, krankheitsmäßig, oder sie kann sich ja auch mal das Bein brechen, dann ist niemand für die Hunde da.“ Das darf nicht passieren. Aber auf Dauer kann Ionella nicht sieben Tage pro Woche auffangen, was früher mehrere Menschen gemeinsam geleistet haben.
Bitte hilf mit einer Futterspende, damit Sandras Lebenswerk weiterleben kann – du schenkst Ionella Zeit, Hoffnung – und rund 90 Tierheimhunden sowie 20 weiteren auf den Straßen eine Zukunft.
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