Ein Kreislauf aus Not und Sorge

Rumänien

Dieser Hilferuf ist bereits abgeschlossen

Dennoch ist der Verein weiterhin regelmäßig auf Futterspenden angewiesen, um seine Schützlinge zuverlässig versorgen zu können.

Die Tierschützer:innen freuen sich daher sehr über deine Unterstützung.

+++ Drei Frauen versorgen rund 130 Katzen zu Hause, weitere 70 an Futterstellen +++ Keine kommunale Hilfe für Constanțas Straßenkatzen – Kastrationen, Futter und Tierarztkosten zahlen die Tierschützerinnen selbst +++ Im Sommer helfen Tourist:innen mit, im Winter bricht diese Unterstützung komplett weg – während schon die nächste Kittensaison naht +++

„Für die Katzen machen sie gar nichts. Wir haben keine freie Kastration mehr und müssen immer wieder herumfragen und betteln, damit wir ein paar Katzen kastrieren lassen können." – Corinna, die seit acht Jahren in Constanța Straßenkatzen rettet, bringt die Lage auf den Punkt.

Katzen prägen das Stadtbild von Constanța an der rumänischen Schwarzmeerküste – in Wohnvierteln, an Müllplätzen, rund um die Altstadt, entlang von Kanälen und in den umliegenden Dörfern. Für viele von ihnen sind drei Frauen zur wichtigsten Konstante geworden: Corinna, Irinel und Isabela.  Gemeinsam kümmern sie sich um etwa 130 Katzen in ihren eigenen vier Wänden oder gemieteten Räumen. Hinzu kommen rund 70 weitere Straßenkatzen, deren Näpfe sie an verschiedenen Futterstellen versorgen.

Hinter diesen rund 200 Katzen stehen keine große Organisation, kein Tierheim und keine verlässliche öffentliche Unterstützung. Einzig die drei Frauen, die seit Jahren ihre Zeit, ihre Kraft und einen großen Teil ihres eigenen Geldes geben, um gegen das Leid der Tiere zu kämpfen. Doch die Kraft der drei Frauen ist längst nicht mehr grenzenlos. „Ich habe keine Kraft mehr. Das kostet mich zu viel Energie", sagt Corinna – und beschreibt damit, was auch für Irinel und Isabela gilt: Jahre ohne Verschnaufpause, in denen jeder freie Tag sofort wieder mit einem neuen Notfall gefüllt wird. Sie bezahlen Futter, organisieren Kastrationen, übernehmen Tierarztkosten und springen füreinander ein.

Und genau hier kann Futterhilfe etwas verändern: Sind die vielen Näpfe für eine längere Zeit gesichert, müssen Corinna, Irinel und Isabela nicht mehr jeden verfügbaren Euro in die tägliche Versorgung stecken. Geld wird frei für Kastrationen und medizinische Notfälle – und damit für die Hilfe, die über den nächsten gefüllten Napf hinausgeht.

Drei Frauen, 200 Katzen, keine Pause – hilf mit deiner Futterspende, ihnen eine ihrer größten täglichen Sorgen abzunehmen.

Drei Frauen statt einem Tierheim
Wo andernorts ein Tierheim mit festen Strukturen zuständig wäre, hält in Constanța ein privates Netzwerk aus drei Frauen zusammen, was sonst zerfallen würde. Corinna fängt Katzen ein, organisiert Kastrationstermine, pflegt Notfälle in ihrem eigenen Katzenzimmer und vermittelt Tiere nach Deutschland. Irinel, eigentlich längst im Rentenalter, versorgt einen großen Bestand bei sich zu Hause und mehrere Futterstellen auf der Straße. Isabela betreibt allein ein angemietetes Kitty-Haus mit über 60 Katzen und hat zusätzlich rund zehn Tiere bei sich zu Hause. „Wir helfen uns wirklich gegenseitig – mit Futter, mit Fahrten, mit Platz. Wir sind ein super Trio und vertrauen uns total”, sagt Corinna. Ist bei einer der drei kein Platz mehr frei, springt eine andere ein, selbst wenn die eigenen Kapazitäten längst überschritten sind. Genau dieses gegenseitige Auffangen sorgt dafür, dass viele Notfälle überhaupt noch eine Chance bekommen.

Wenn Fürsorge an ihre Grenzen stößt
Was es bedeutet, über Jahre immer wieder einzuspringen, zeigt sich längst auch außerhalb des Tierschutzes. Freie Zeit und Erholung sind für die drei Frauen kaum noch selbstverständlich. Stattdessen bestimmt die Sorge um die Katzen große Teile ihres Alltags – und selbst ein Spaziergang kann sich wie die Gefahr anfühlen, die nächste Verantwortung mit nach Hause zu bringen. „Ich gehe nicht mehr spazieren. Ich habe Angst, dass ich verletzte Tiere finde. Es reicht schon, was ich jeden Tag auf meiner Straße sehe“, erzählt Corinna. Auch Schlaf, finanzielle Sicherheit und der eigentlich verdiente Ruhestand müssen immer wieder hinter den Bedürfnissen der Tiere zurückstehen. Die Versorgung endet schließlich nicht, nur weil die eigene Kraft nachlässt. Besonders schwer wiegt dabei das Gefühl, nie wirklich fertig zu sein. Auf eine gerettete Katze folgt oft schon der nächste Notfall, auf eine erfolgreiche Kastration der nächste Wurf. „Ich bin ein bisschen kaputt. Ich hoffe, dass ich irgendwann wieder die Energie habe, stundenlang dazustehen und Katzen zu fangen“, sagt Corinna. Ihre Worte zeigen, wie viel dieses jahrelange Engagement inzwischen kostet – und wie dringend die drei Frauen Entlastung brauchen.

Touristen füttern im Sommer – im Winter bleibt die Lücke
Als Urlaubsstadt am Schwarzen Meer erlebt Constanța im Sommer, dass viele Katzen spontan von Tourist:innen mitgefüttert werden. Doch sobald die Saison zu Ende geht, verschwinden diese Futterquellen restlos – und Corinna, Irinel und Isabela müssen die entstandene Lücke allein schließen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Herbst traditionell noch einmal Nachwuchs bringt: Die zurückliegende Kittensaison war laut Corinna besonders heftig und selbst im Oktober oder November tauchen noch Kitten auf. Gerade in dieser Übergangszeit wächst der Druck - mehr Tiere treffen auf weniger helfende Hände. Eine Futterreserve, die über mehrere Monate reicht, würde den drei Frauen Sicherheit für die bevorstehende Zeit geben.

Drei Schicksale, ein Muster
Wie schnell aus einer Straßenkatze ein schwerer Notfall werden kann, zeigen die Tiere, die Corinna begegnet sind.. Ihr junger Kater – ihr „Lieblingsbaby" – überlebte einen Autounfall, doch ein Bein musste amputiert werden. Später musste auch ein Teil des zweiten Beines entfernt werden. Ein anderer Kater war vermutlich fast drei Monate blind und wurde trotzdem weiter neben Mülltonnen gefüttert, bis am Ende beide Augen entfernt werden mussten. Ein dritter lag mit einem zerstörten Bein, völlig abgemagert und voller Maden auf der Straße. „Wie lange lag er dort auf der Straße? Er war völlig abgemagert. Später wurde aus ihm ein riesiger, wunderschöner Kater", erzählt Corinna. Solche Schicksale lassen sich nicht planen. Doch sobald eines dieser Tiere gefunden wird, braucht es sofort jemanden, der Verantwortung übernimmt - für die Fahrt zur Klinik, Operationen und oft eine lange Nachsorge mit Medikamente und Futter.

Was deine Futterspende bewirkt
Genau deshalb bedeutet eine Futterlieferung für Corinna, Irinel und Isabela weit mehr als volle Näpfe. Rund 200 Katzen müssen Tag für Tag versorgt werden – und ein großer Teil dieser laufenden Kosten landet bislang bei den drei Frauen selbst.

Wie viel sich verändert, wenn diese Sorge für eine Weile wegfällt, haben sie bereits erlebt: „Das letzte Futter war für ungefähr ein halbes Jahr eine riesige Hilfe. Unfassbar." Corinna erklärt rückblickend: „Wir hätten wahrscheinlich weniger Straßenkatzen kastrieren lassen, weil wir das Futter trotzdem hätten bezahlen müssen."

Bleibt diese Unterstützung aus, bleibt den drei Frauen oft nur, beim Futter zu sparen und Kastrationen weiter aufzuschieben – während sich die Straßenpopulation ungebremst weiter vermehrt „Wenn ich sehe, dass eine Katze Hunger hat, macht mich das wahnsinnig. Genau deswegen brauchen wir eure Hilfe", sagt Corinna.

Mit deiner Futterspende schaffst du für Corinna, Irinel und Isabela genau das, was ihnen fehlt: Den finanziellen Spielraum, um nicht nur zu überleben, sondern wirklich etwas zu verändern.

Träger und Verantwortliche

Katzenhilfe Bleckede e.V.

Wrestedt